„Ein Schatz in zerbrechlichen Gefäßen“:Rhein-Meeting 2026
Köln. Unter dem Titel „Ein Schatz in zerbrechlichen Gefäßen“ findet vom 13. bis 15. März 2026 das Rhein-Meeting im Zentrum Kölns – hauptsächlich im Maternushaus – statt. Das Treffen ist ein jährliches Kulturevent mit verschiedenen Veranstaltungen zu Themen der Gesellschaft und Religion, Kunst und Kultur. Es steht unter der Schirmherrschaft von Rainer Maria Kardinal Woelki.
Das Leitwort, entnommen aus einem Paulusbrief, bringt eine grundlegende Spannung menschlicher Existenz zum Ausdruck: Der Mensch besitzt eine unverlierbare Würde und ist zugleich verletzlich, fehlbar und schwach. Im Programm des Rhein-Meetings wird diese Paradoxie aufgegriffen und aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.
Glaube und politische Verantwortung
Den Auftakt bildet am Freitagabend ein Gespräch mit dem nordrhein-westfälischen Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Medien, Nathanael Liminski (CDU). Im Mittelpunkt steht die Frage nach der Beziehung von christlichem Glauben und politischer Verantwortung. Diskutiert wird, welchen Beitrag Politik leisten kann, wenn sie sich am christlichen Menschenbild orientiert – und wie sie Orientierung geben kann, ohne ideologisch zu werden oder sich selbst zu überfordern.
Wege aus der Einsamkeit
Der Bischof von Trondheim in Norwegen, Erik Varden, spricht am Samstag über „Wege aus der Einsamkeit“. Varden gehört dem Trappistenorden an und war zuvor Abt des Klosters Mount St. Bernard in Großbritannien. In seinem Buch The Shattering of Loneliness: On Christian Remembrance („Die Überwindung der Einsamkeit: Über christliches Gedächtnis“) schreibt er:
„Die Erfahrung der Einsamkeit ist so allgegenwärtig wie Hunger oder Durst. Weil sie uns so unmittelbar betrifft, sprechen wir seltener darüber. Doch wer kennt nicht ihren nagenden Schmerz?“
Jugendliche zwischen Belastung und Resilienz
Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Klinikleiter Ulrich Voderholzer berichtet über seine Erfahrungen in der Arbeit mit Jugendlichen. Dabei geht es sowohl um die Belastungen junger Menschen als auch um Faktoren, die ihre Widerstandskraft stärken. Mit ihrer Sensibilität und Verletzlichkeit sowie ihrer Suche nach Identität und tragfähigen Lebensperspektiven stellen Jugendliche zugleich eine wichtige Anfrage an die Gesellschaft.
Antoni Gaudí – Glaube und Architektur
Anlässlich des 100. Todestages des Architekten Antoni Gaudí (1852–1926) wird die Schweizer Journalistin und Publizistin Kathrin Benz in einem multimedialen Vortrag dessen Lebensgeschichte vorstellen. Im Mittelpunkt steht der Bau der Basilika Sagrada Família in Barcelona, in der sich Kunst, Glaube und Weltanschauung Gaudís in einzigartiger Weise verbinden.
Inklusion im Blick
Nach der hl. Messe am Sonntag, 10 Uhr, in St. Ursula mit Bischof Dr. Erik Varden widmet sich das Rhein-Meeting zum Abschluss dem Thema Inklusion. Zwei Familien berichten von ihren Erfahrungen mit der Annahme von Kindern mit Behinderung. Eine begleitende Ausstellung vertieft das Thema anhand der Lebensgeschichte von Hermann dem Lahmen (1013–1054) sowie durch Videozeugnisse von Familien, die Kinder mit Behinderung aufgenommen haben. Hermann der Lahme war selbst gelähmt und gehörte dennoch zu den führenden Astronomen und Mathematikern seiner Zeit; zudem war er ein bedeutender Komponist und Schriftsteller.
Die Teilnahme am Rhein-Meeting ist kostenlos, Spenden werden erbeten. Weitere Informationen und das komplette Programm sind unter rhein-meeting.org zu finden
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