Seelsorge rund um die Uhr

Siegburg. Ein Jahr nach dem Auszug des letzten Benediktiners leben nun wieder Mönche auf dem Siegburger Michaelsberg. Der bisher als Jugendgästehaus genutzte Teil der Abtei wurde schon renoviert. Dort werden nun sechs Priester in ihrem „Karmel“ leben, wie die Karmeliten ihre kleinen klösterlichen Gemeinschaften nennen. Die sechs Priester stammen aus der indischen Provinz Manjummel (Kerala). Prior Pater Austin ist gespannt auf die neuen Herausforderungen, die ihn und seine Mitbrüder in Siegburg erwarten: „Wir freuen uns sehr und sind bereit für die neue Aufgabe. Mit Gottes Hilfe wollen wir für die Menschen da sein.“
Karmeliten sind von ihrem Ursprung her „Einsiedler in Gemeinschaft“, was bedeutet, dass sie versuchen die beiden Pole des Menschseins alleine und in Gemeinschaft zu leben. Der Respekt voreinander beruht nicht so sehr auf der Arbeit und Fähigkeit des Einzelnen, sondern darauf, dass die Karmeliten alle Menschen als Abbild Gottes betrachten und sich gegenseitig helfen, die Persönlichkeit in Freiheit und eigener Verantwortung zu entfalten. Die Karmeliten wollen die Erfahrungen, die sie auf ihrem geistlichen Weg machen, mit allen Menschen teilen, die ja auch auf der Suche nach Gott und dem Sinn des Lebens sind.
Deswegen laden die Ordensleute zur Teilnahme an ihren Gebets- und Gottesdienstzeiten in der Kirche St. Michael ein. Außerdem stehen sie täglich 24 Stunden für Gespräche in Lebens- und Glaubensfragen zur Verfügung. Tags wie nachts kann man auf die Hilfe der Patres zählen.
Kreisdechant Monsignore Werner begrüßte die Patres der Unbeschuhten Karmeliten herzlich. Für ihn sei es ein besonderer Akzent, dass in Siegburg nun Ordensleute aus Indien beheimatet seien: "Das zeigt, dass die Katholische Kirche weltumspannend ist." Siegburgs Bürgermeister, Franz Huhn, konnte sich der Freude über die neuen Bewohner des Michaelsbergs nur anschließen und erklärte: "Wir Siegburger heißen sie herzlich willkommen und unterstützen sie – und sei es mit Schuhen." Damit spielte der Bürgermeister scherzend auf den Namen der Karmeliten an, wonach sie „unbeschuht“ sind. Nach der Gründung des Ordenszweiges im 16. Jahrhundert trugen die "Unbeschuhten Karmeliten“ zunächst keine Schuhe, zum Zeichen ihrer gelebten Enthaltsamkeit.
Die Patres der Unbeschuhten Karmeliten nehmen ab September das gemeinsame geistliche Leben auf dem Michaelsberg und ihre Aufgaben in Pfarreien der Region auf. Am 12. September wird die Gemeinschaft feierlich eingeführt und freut sich auf alle Besucher. Zunächst ist jeder um 18 Uhr in der Kirche St. Servatius zur Mitfeier eines Gottesdienstes eingeladen. Dann zieht die Gruppe in einer Prozession auf den Michaelsberg, wo um 19 Uhr ein Pontifikalamt mit Erzbischof Joachim Kardinal Meisner beginnt. Domradio.de überträgt das Pontifikalamt live ins Internet. Er wird die Ordensgemeinschaft auch einführen und den „Karmel“ im kleinen Kreis einweihen. Der Provinzial Pater Jacob Palliparambil OCD aus Indien wird ebenfalls anwesend sein.
Am Sonntag, 15. September, feiern die Karmeliten dann um 12 Uhr ihre erste feierliche Konventmesse. Zu der laden sie ebenfalls alle Interessierten ein, die sich im Anschluss auch bis 17 Uhr beim "Tag des offenen Klosters" den neuen "Karmel" anschauen können.
Aktuelle Nachrichten aus dem Erzbistum Köln
Pressemitteilungen
Alle Pressemitteilungen des Erzbistums Köln finden Sie im Pressebereich.
Suche innerhalb der News
Service und Kontakt
Service und Kontakt
Pressekontakt
Geschäftszeiten
Pressekontakt
Geschäftszeiten
Mo-Do: 8.30 - 17 Uhr
Fr: 8.30 - 14 Uhr
Erzbistum Köln
Newsdesk











