Stellungnahme des Erzbistums Köln zum Brief der sieben Bischöfe an Kurt Kardinal Koch, Präsident des Rates der Einheit der Christen und an Kurienerzbischof Luis Ladaria, Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre

5. April 2018 Newsdesk

Köln. Am 22. März 2018 haben sich die Erzbischöfe von Bamberg und Köln sowie die Bischöfe von Augsburg, Eichstätt, Görlitz, Passau und Regensburg mit einem gemeinsamen Brief an den Präsidenten des Rates für die Einheit der Christen gewandt.

 

Der Anlass für diesen Brief ist ein Beschluss auf der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz, die vom 19. bis 22. Februar in Ingolstadt getagt hat. Am 20. Februar wurde von einer Zwei-Drittel-Mehrheit der Deutschen Bischöfe der Text für eine „pastorale Handreichung“ verabschiedet, der in Einzelfällen den gemeinsamen Kommunionempfang konfessionsverschiedener Ehepartner ermöglichen soll.

 

In dem nun vorgelegten Brief bitten die Unterzeichner den Präsidenten des Rates für die Einheit der Christen um die Klarstellung, ob die Frage des Kommunionempfangs konfessionsverschiedener Ehepartner im Rahmen einer nationalen Bischofskonferenz entschieden werden kann, oder ob eine Entscheidung der Universalkirche notwendig ist.

 

Das Ziel in einer so zentralen Frage des Glaubens und der Einheit der Kirche muss es aus Sicht der Unterzeichner sein, nationale Sonderwege zu vermeiden und in einem ökumenischen Gespräch zu einer weltweit einheitlichen und tragfähigen Lösung zu kommen.