Taufzulassungsfeier zur Erwachsenentaufe: „Ihr seid Auserwählte“

Kardinal Rainer Maria Woelki nahm rund 50 Erwachsene als Taufkandidaten für die Osternacht an

27. Februar 2023 Newsdesk/ras

Köln. Ein „Bündnis für das Leben mit Gott“ werden im Erz­bistum Köln in der Oster­nacht rund 50 Personen durch die Taufe eingehen. Am Vortag des ersten Fasten­sonntags hat Rainer Maria Kardinal Woelki sie in einem Gottes­dienst in der Kölner Kirche St. Gereon öffent­lich als Tauf­bewerber an­genommen und ihnen die bleibende Freund­schaft Gottes zugesagt. „Diese Freund­schaft mit Gott möchte Sie glück­lich machen, weil sie Geborgen­heit schenkt.“ Die Heilige Schrift sei voll von Freund­schafts­ge­schichten, die Gott so unter­schied­lich pflegt, wie die Men­schen ver­schieden seien. Zu­nächst schenke sich Gott in der Taufe in das Leben jedes Täuf­lings hinein. In den bei der Erwachsenen­taufe zeitnah mit­voll­zogenen anderen Sakra­menten der Fir­mung, der heiligen Kommunion und der Ver­söhnung werde diese Freund­schaft weiter ent­faltet und wolle im Leben eines jeden weiterwachsen.

Die Tauf­bewerber, früh­christlich auch als „Katechumenen“ bezeich­net, kommen von den Fides-Stellen der Glaubens­informa­tionen aus Köln, Düsseldorf, Wupper­tal und Bonn sowie aus einzelnen Pfarrg­emeinden des Erz­bistums. Zu Beginn des Gottes­dienstes nannte jede und jeder den eigenen Namen und den Grund für den Tauf­wunsch. Die Er­läuterungen der Kate­chumenen, die aus Deutsch­land aber auch aus vielen anderen Län­dern stammen, sind sehr ver­schieden. Manche sagten, dass sie im Christen­tum ihren Glauben gefunden haben oder Jesus Christus nach­folgen möchten. Andere sehen ihren Lebensweg mit ihrer Ent­scheidung als besser an, als ihr früherer war. Mal ist es die Familie, die Ehe­frau oder der Religions­unterricht, die anstoß­gebend sind, mal sind es das innere Gefühl oder das glau­bende Herz, die an ein Ziel kommen wollen. Kardinal Woelki fasste die Er­klärungen mit Blick auf die Lesung des Gottes­dienstes in dem Wort zusammen: „Ihr seid Auserwählte.“

Zum Abschluss des Gottes­dienstes beauf­tragte der Erz­bischof die Seel­sorger und pastoralen Mit­arbeiter mit der weiteren Vor­bereitung der Kate­chumenen auf die Taufe und die Spen­dung der anderen Sakra­mente sowie diese schließ­lich in die Gemein­schaft der Kirche auf­zunehmen. Die Namen der Tauf­bewerber und deren Zulassungs­schreiben übergab er auch an Schwester Anna OSB vom Benedik­tiner­innen-Kloster in Köln-Raderthal, wo die Schwestern­gemein­schaft in den kommenden Wochen für die Frauen und Männer bis zur Taufe und danach beten werden.