Weihnachtlicher Dankesgruß der ukrainisch griechisch-katholischen Gemeinde Köln

20. Januar 2023 Newsdesk/hms

Köln. Einen musi­kali­schen Weih­nachts­gruß haben Mit­glie­der der ukraini­schen grie­chisch-katho­lischen Ge­meinde Köln Kar­dinal Rainer Maria Woelki am Donners­tag über­bracht. Am Hoch­fest Epi­phanie, das nach einer Tradi­tion der mit Rom unier­ten Kirche auch am 19. Ja­nuar ge­feiert wird, be­suchte ein Chor, der zum Teil aus ge­flüch­teten Sänger­innen be­stand, das Erz­bischöf­liche Haus. Wie Pries­ter Hennadii Aronovych, der die Gruppe be­glei­tete, er­klär­te, sollte damit ein Zei­chen des Dan­kes aus­gedrückt wer­den für die Unter­stüt­zung und Hil­fen, die im Erz­bistum Köln an vielen Stellen für Kriegs­flücht­linge und ihre Fa­milien ge­leistet wür­den.

Kar­dinal Woelki zeig­te sich von dem Be­such beein­druckt und wies auf die tie­fere Be­deu­tung hin, die das Hoch­fest Epi­phanie ge­rade auch für die Men­schen aus der Ukraine in die­sem Jahr habe: "Chris­tus ist ge­boren, er ist der Emanuel, sein Licht er­scheint", sagte der Erz­bischof. Die­ses Licht komme auch in die tie­fen Dunkel­heiten dieser Welt, in die Dunkel­heit des Krie­ges sowie "in die Dunkel­heit die­ses völ­ker­rechts­widri­gen Un­rechts, dass Ih­rem Volk in die­ser Weise durch ein an­deres Land an­getan wird", er­klärte Woelki. In diesem Zu­sammen­hang wies der Erz­bischof auf die öster­liche Bot­schaft, die sich – etwa auch nach der or­tho­doxen Tradi­tion - schon an Weih­nachten an­kündige: "Ich wün­sche Ihrem Volk, dass am En­de auch die Auf­erste­hung und das Leben steht – ein neu­es Leben in Frie­den", so der Kar­dinal.

Dank an Haupt- und Ehren­amtliche in der Flücht­lings­hilfe

Den musi­kali­schen Dank, der nicht nur durch Chor­musik er­klang, son­dern auch durch eine ukrainische Lauten­zither, die Ban­dura, gab Woelki an die En­gagier­ten wei­ter, die sich im Erz­bistum Köln haupt- und ehren­amt­lich in der Flücht­lings­hilfe ein­setzen. "Ich bin dank­bar und froh über die vie­len Men­schen aus un­seren Ge­mein­den, die mit einem offe­nen und wei­ten Her­zen kommen, von sich aus Ge­ben und da­bei er­fahren, wie glück­lich es machen kann, Men­schen zu be­schen­ken. Ich glau­be, dass das ganz gut un­serem christ­ichen Glau­ben ent­spricht und der der Bot­schaft von Weih­nach­ten", sagte Woelki.

Ukrainischer Chor besucht Kardinal Woelki

Ukrainisches Weihnachtsständchen für Kardinal Woelki (19.01.2023)

Ukrainisch Griechisch-Katholische Kirche (UGKK)

Die ukrainisch griechisch-katholische Kirche (UGKK) ist die größte katholische Ostkirche eigenen Rechtes (Ecclesia sui juris). Insgesamt gibt es 23 katholische Ostkirchen (auch unierte Kirchen oder mit Rom unierte Kirchen genannt).

Die UGKK gehört zu den Kirchen des byzantinischen Ritus, die in vollkommener Kommuniongemeinschaft mit dem Papst stehen und dessen geistliche und jurisdiktionelle Vollmacht anerkennen. Der Begriff „Ritus“ umfasst hier die liturgische, theologische, geistige und kirchenrechtliche Tradition. Dadurch gibt es eine Sakramenengemeinschaft, so können z.B. Gläubige in der UGKK zur Kommunion gehen, Priester können im anderen Ritus konzelebrieren.

Wie in den orthodoxen Kirchen allgemein üblich, können Priester verheiratet sein, so wie es in der römisch-katholischen Kirche für Ständige Diakone gilt. Bischöfe müssen auch in den orthodoxen Kirchen unverheiratet sein.

Die Bezeichnung Griechisch-Katholische Kirche führte 1774 Kaiserin Maria-Teresia ein, um diese von der römisch-katholischen und der armenisch-katholischen Kirche zu unterscheiden.