Grundlage für Diözesane Versammlung am 30. April und 1. Mai

26. April 2022 Newsdesk/cmo, Je

Am kommenden Wochenende (30. April/1. Mai) findet im Erzbischöflichen Berufs­kolleg Köln die Diözesan­synodale Versamm­lung des Erzbistums Köln statt. Als Arbeitsgrundlage dient die Auswertung der Ergebnisse der Online-Plattform #SagsdemPapst. Damit kommt die diözesane Phase der Welt­synode 2021 bis 2023 von Papst Franziskus zu einem vorläufigen Höhe­punkt. Papst Fran­ziskus wünscht sich welt­weit Anregungen auf dem Weg zu einer synodalen Kirche. Und er will diese von möglichst vielen Menschen weltweit hören.

Mehr als 5000 Beiträge ausgewertet und gebündelt

Vom 1. Februar bis zum 18. März 2022 konnten Interessierte unter dem Leit­wort „Sag’s dem Papst“ auf der Dialog­platt­form www.weltsynode.koeln ihre Gedan­ken, Wünsche und Meinun­gen für die Zukunft der Kirche ein­tragen. Das Ergebnis ist beein­druckend: 5.432 Bei­träge und 1.247 Kommen­tare sind auf der Platt­form ein­ge­gangen. Alle Bei­träge und Kommen­tare stehen weiter online und sind ohne Regis­trie­rung lesbar.

Auswertung herunterladen

Aktuell wurden alle Bei­träge mit Hilfe der Firma Zebralog ausge­wertet und gebün­delt. Die Auswer­tung erfolgte nach sozial­wissen­schaft­lichen Stan­dards. Zusätz­lich steht im Bericht eine aus­führliche Statistik zur Platt­form-Nutzung und Hin­weise zum Auswertungs­ver­fahren bereit.

> Download Auswertungs­bericht Dialog­plattform  (PDF, ca. 9 MB)

Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki dankt allen Teilnehmenden für die vielfältigen und „tief berührenden Beiträge“ auf weltsynode.koeln. „Ich habe mich wirklich gefreut, wie vielen Menschen hier in unserem Erzbistum Köln die Zukunft der Kirche am Herzen liegt“, so Kardinal Woelki.

Diözesane Versammlung beschließt Kölner Beitrag

Das Synodenteam hat aus dieser umfangreichen Zusammenfassung eine Arbeits- und Beschlussvorlage für die Synodalversammlung erstellt, die als Rückmeldung des Volkes Gottes aus dem Erzbistum Köln an die Deutsche Bischofskonferenz gehen wird. Dieses Papier wird auf der Diözesansynodalen Versammlung beraten, ergänzt und verabschiedet. Das Beschlusspapier wird am 2. Mai 2022 auf der Internetseite des Erzbistums Köln veröffentlicht.

Ebenso soll die Versammlung aus der Beschlussvorlage weitere Konsequenzen und Handlungsaufträge für die Zukunft des Erzbistums Köln identifizieren und Vereinbarungen treffen, wie künftig mit diesen Aufträgen umgegangen wird.

Bei dieser Versammlung sind sowohl die Mitglieder des Diözesanpastoralrates als auch in gleicher Anzahl Einzelpersonen vertreten, deren Stimmen häufig nicht ausreichend gehört werden. In den Dokumenten der Weltsynode spricht der Papst hierbei von Menschen, die unter Armut leiden, ältere Menschen, Homosexuelle, Menschen mit Behinderungen, Menschen mit internationaler Familiengeschichte, Menschen ohne Wohnung/ohne Bleibe, junge Menschen, Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind.

Eucharistiefeier zur Diözesansynodalen Versammlung

Unterschied zu Synodalem Weg

Im Gegensatz zum Synodalen Weg, der 2020 von der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und dem Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZdK) initiiert wurde, ist diese Synode auf der Ebene der Weltkirche angesiedelt.

Ablauf der Weltsynode 2021-2023

Die Weltsynode findet in drei Phasen statt: 

  • In der diözesanen Phase von Oktober 2021 bis August 2022 sollen in allen Diözesen der Welt möglichst alle Gläubigen zu Wort kommen und Ihre Meinung beitragen können. Eine jeweils zehnseitige Zusammenfassung dieser diözesanen Rückmeldungen wird dann über die nationalen Bischofskonferenzen nach Rom weitergegeben. In Rom wird daraus ein erstes Arbeitsdokument (das „Instrumentum Laboris I“) erarbeitet.
  • Dieses Arbeitsdokument wird dann in der kontinentalen Phase bis voraussichtlich April 2023 auf kontinentaler Ebene beraten. Diesen Prozess koordinieren die Bischofskonferenzen. Nach bisheriger Planung wird mit den Rückmeldungen der kontinentalen Phase ein zweites Arbeitsdokument (das „Instrumentum Laboris II“) erstellt und im Juni 2023 veröffentlicht.
  • In der weltkirchlichen Phase wird dieses Dokument dann im Oktober 2023 in Rom bei der Vollversammlung der Bischofssynode beraten.