Caritasverbände im Erzbistum beteiligen sich mit Aktionen

22. September 2022 Newsdesk/ke; DBK; Caritas
Logo und Motto der Interkulturellen Woche 2022

Erz­bistum Köln. Vom 25. Sep­tem­ber bis 2. Ok­tober 2022 fin­det bun­des­weit die 47. Inter­kultu­relle Woche statt. Das Leit­thema in die­sem Jahr lau­tet: #offengeht. Auf­grund des an­halten­den Krie­ges in der Ukraine steht in vie­len Ver­anstal­tungen auch die Situa­tion der Men­schen in und aus der Ukraine im Fokus. Im Erz­bis­tum Köln be­teili­gen sich die re­gio­nalen Ca­ritas­ver­bände und lo­kale Koope­rations­partner mit zahl­reichen Ver­anstal­tun­gen, Ak­tionen, Aus­stelllun­gen und Ge­sprächs­run­den an der Inter­kultu­rellen Woche.

Stadtführung und Ländertag in Wuppertal

Die Caritas und das Stadt­marke­ting Wupper­tal laden zu einer Stadt­führung zur Mi­gration ein, bei der Orte be­sucht wer­den, die bei­spiel­haft für Mi­gra­tion in Wupper­tal waren und sind.

Im Inter­natio­nalen Be­gegnungs­zen­trum fin­det der Län­der­tag „Für die euro­päische Ukraine“ statt – ein bun­ter Nach­mittag mit ukrai­nischem Hand­arbeits­markt und einem spannenden Pro­gramm für die gan­ze Fami­lie.

Inter­kulturelle Kaffee­pause in Rem­scheid

In Rem­scheid wird die reich­haltige Kul­tur des Kaffee­trinkens zele­briert. Dabei ste­hen die ver­schiede­nen Be­sonder­heiten und Ritu­ale der welt­weit unter­schied­lichen Tee- und Kaffee­pau­sen im Mittel­punkt. Infor­matio­nen zu den je­weili­gen lan­des­typi­schen Be­son­der­hei­ten können als Post­karte mit­genommen wer­den. Musi­ka­lisch unter­malt wird der Nach­mittag mit orien­talischer Live­musik.

Gemein­sam eine Bank bau­en in Solin­gen

Mit dem „Platz für To­leranz“ setzt das euro­paweite, sinn­stif­tende Pro­jekt der young­caritas in So­lin­gen ein Zei­chen für ein viel­fälti­ges Mit­ein­ander. Ge­mein­sam soll eine Bank ge­baut und gleich­zei­tig ein Ort der Tole­ranz ge­schaffen wer­den. Die Bank bie­tet Ge­legen­heit zum Aus­tausch und Er­leben der Teil­nehmen­den und Be­suchen­den über Di­versi­tät und To­leranz.

Regen­bogen­eis für bun­te Viel­falt in Eus­kir­chen

Dass bun­te Viel­falt be­rei­chert und Spaß macht, zeigt die Idee der Inte­grations­agen­tur der Caritas Eus­kirchen. In Koope­ration mit der Eis­diele „Ron­calettis Kalt & Süß“, die ein regen­bogen­farbe­nes „Viel­falt-Eis“ ent­wickelt hat, sind die Bür­gerinnen und Bür­ger Eus­kir­chens im Rah­men der Inter­kultu­rellen Woche ein­gela­den, sich kos­ten­los eine Kugel „ Viel­falt-Eis“ ab­zu­holen.

Infor­matio­nen zu den vor­gestell­ten und wei­teren Ak­tionen und Ver­anstal­tun­gen fin­den Sie auf der Web­site der Inter­kultu­rellen Woche un­ter: www.interkulturellewoche.de

Gemein­sames Gruß­wort der Kir­chen

An­gesichts des bru­talen völker­rechts­widri­gen Angriffs­kriegs der Russi­schen Föde­ration ge­gen die Ukraine rufen die drei Vor­sitzen­den der Inter­kultu­rellen Woche – Bi­schof Dr. Georg Bätzing, Prä­ses Annette Kurschus und Metro­polit Augoustinos – in ihrem ge­meinsa­men Gruß­wort zur Soli­dari­tät mit den Opfern der Ge­walt auf. Mit Blick auf die Situa­tion von Ge­flüchte­ten und Mi­gran­tinnen und Mi­gran­ten, die in Deutsch­land le­ben, spre­chen sie sich für Teil­habe­chancen und recht­liche Gleich­stellung aus, die das Hinein­wachsen in die Ge­sell­schaft mög­lich mach­ten.

Die Ver­tre­ter der Kir­chen war­nen vor Spal­tung, Hass und Ge­walt und ru­fen zum coura­gier­ten Ein­satz für die Wür­de eines je­den Men­schen auf: „Wo immer Po­sitio­nen ver­tre­ten wer­den, die aus­gren­zen, belei­digen, herab­würdi­gen und spal­ten, braucht es Cou­rage, gegen­zuhal­ten – in der Fa­milie, im Be­ruf, in der Nach­bar­schaft, im Sport und auch in der ei­genen Ge­mein­de.“ Die Kir­chen stün­den „soli­darisch an der Seite der­jenigen, die zur Ziel­scheibe von ver­baler und tät­licher Ge­walt wer­den“.

Mit einem Wort des Dan­kes wen­den sich die drei Vor­sitzen­den an alle, die sich im Rah­men der vie­len Ini­tia­tiven und Aktio­nen rund um die Inter­kultu­relle Woche en­gagie­ren. Diese sei ein Raum der Er­muti­gung. „Lassen Sie uns mit der Inter­kultu­rellen Wo­che in die­sen schwe­ren Ta­gen des Krie­ges ein Zei­chen set­zen, dass nicht Ge­walt, Aggre­ssion und Bru­tali­tät das letz­te Wort ha­ben, son­dern dass Frei­heit, Men­schen­freund­lich­keit und Liebe stär­ker sind.“ Im Rah­men der Inter­kultu­rellen Woche sind eine Viel­zahl dezen­traler Einzel­veran­stal­tun­gen im ge­sam­ten Bun­des­gebiet ge­plant, in den ver­gan­genen Jahren waren das über 5.000 Ver­anstal­tun­gen an mehr als 500 Or­ten.

Die Interkulturelle Woche

Die In­ter­kultu­relle Wo­che (IKW) ist eine Ini­tia­tive der Deut­schen Bischofs­kon­ferenz, der Evan­geli­schen Kir­che in Deutsch­land (EKD) und der Grie­chisch-Ortho­doxen Me­tro­polie.

Das bun­des­weit jähr­lich statt­fin­den­de öku­meni­sche Fes­tival fin­det seit 1975 En­de Sep­tem­ber statt. Es wird von Kir­chen, Kommu­nen, Wohl­fahrts­ver­bän­den, Ge­werk­schaf­ten, In­te­gra­tions­bei­räten und –be­auf­trag­ten, Mi­gran­ten- und Mi­gran­tinnen­orga­nisa­tionen, Reli­gions­ge­mein­schaf­ten und Ini­tia­tiv­gruppen un­ter­stützt und mit­ge­tra­gen. Der bun­des­weite Auf­takt wird in die­sem Jahr mit einem öku­meni­schen Open-Air-Gottes­dienst in Heidel­berg began­gen.