Gedenktag für Betroffene sexualisierter Gewalt am 18. November

Gedenktag für Betroffene sexualisierter Gewalt

Papst Franziskus hat angeregt, den „Europäischen Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch“ (18. November) zu nutzen, um in Gottesdiensten dem Leid Betroffener sexualisierter Gewalt zu gedenken.

Der Umgang mit dem Thema „Sexualisierte Gewalt“ ist nicht einfach, aber notwendig. Schweigen würde heißen, Betroffene wieder zu verletzen und die Intention der Täter zu stützen. 

  

Kardinal Woelki: Impuls der Woche (18. November 2023)

Kardinal Woelki: Impuls der Woche (18. November 2023)

Gedenktag am 18. November 2023

Liebe Mitarbeitende der Pastoralen Dienste,

in diesem Jahr kam die Anregung, dass das Gedenken an Betroffene in die Seelsorgebereiche, Pfarreien und Gemeinschaften getragen werden soll. 

Der europäische Gedenktag fällt dieses Jahr auf einen Samstag, sodass entweder in einer eigenen Wortgottesfeier oder in der Vorabendmesse der Betroffenen sexualisierter Gewalt gedacht werden könnte. 

Damit wird kein neuer Themensonntag eingeführt und es handelt sich auch nicht um einen „offiziellen“ Gedenktag der liturgisch begangen wird. Der Erzbischof und Generalvikar bittet darum zu prüfen, ob in den am 18. November angesetzten Gottesdiensten, Elemente aufgenommen werden können, um Betroffenen sexualisierter Gewalt zu gedenken.

Der Betroffenenbeirat begrüßt diese Vorgehensweise und verspricht sich mit einem bewussten Gedenken auch eine präventive Auswirkung.

  

Gestaltung des Gedenktages und weitere Hinweise

Zur Gestaltung des Gedenktages haben wir Hinweise zur Ankündigung des Gottesdienstes, liturgische Elemente zur Gestaltung sowie weitere Veranstaltungsmöglichkeiten für Sie zusammengestellt.

Zur Gestaltung der Gottesdienste hat das Erzbistum Köln einige „Materialien“ erstellt, die in den Gemeinden genutzt werden können oder als Anregung für eigene Ideen dienen können.

Zu Ihrer Unterstützung bei der Gestaltung des Gedenkens finden Sie Elemente für die Vorabendmesse und auch ein Konzept für einen eigenständigen Wortgottesdienst. Diese können mit eigenen liturgischen Elementen ergänzt werden oder mit Inhalten aus den unten angegebenen „Materialien“.

Triggerwarnung

In den Konzepten und Materialsammlungen, geht es um das Thema sexualisierter Gewalt.
Um die Perspektive von Betroffenen einbringen zu können, sind u.a. auch Zitate von Betroffenen in diesen Materialien zu finden. 
Das Lesen dieser Zitate kann, für manche Personen außerordentlich belastend sein. Bitte seien Sie achtsam.

Wenn Sie Gesprächsbedarf haben, können Sie sich gerne an die unabhängigen Ansprechpersonen wenden. Die Kontaktdaten finden sie unter folgendem Link: 
www.erzbistum-koeln.de/achtsam-handeln 

 

> Elemente Vorabendmesse

> Konzept Wortgottesdienst

 

Die einzelnen Elemente aus der o.g. Vorabendmesse oder dem Konzept für einen Wortgottesdienst haben wir im folgenden auch separat aufgelistet:

> Kyrierufe

> Fürbitten

> Predigtanregungen

> Statements Betroffener

> Vaterunser-Meditation einer Betroffenen

> Gebet des Erzbischofs zum Gedenktag

> Liedvorschläge

 

Auch die Deutsche Bischofskonferenz hat Informationen zum Gedenktag sowie Materialien zur Gestaltung eines Gottesdienstes zusammengestellt.

Aus der Erfahrung wissen wir, dass die Auseinandersetzung mit dem Thema sexualisierter Gewalt für einige Menschen schwer ist. Sollten Sie also dieses Thema in einem Gottesdienst als Schwerpunkt setzen, empfehlen wir, dies im entsprechenden Pfarrbrief sowie eine Woche vor diesem Gottesdienst anzukündigen. Zu Beginn des Gottesdienstes sollte dies ebenfalls noch einmal angesprochen werden.

Die Erfahrungen haben gezeigt, dass es hilfreich ist, Gesprächsangebote bereitzuhalten und/oder auf die Unabhängigen Ansprechpersonen im Erzbistum Köln zu verweisen. Sie können sonst auch auf die Ansprechpartner/innen in der Gemeinde hinweisen, die auf den Plakaten „Achtsam handeln“ benannt sind.

> Kontaktdaten Ansprechpersonen

Eine weitere Beschäftigung mit dem Thema „Umgang mit sexualisierter Gewalt“ und der Perspektive von Betroffenen kann auch über die Bildungswerke erfolgen. Für Informationen oder Veranstaltungen, können sie sich gerne an ihre zuständige Bildungseinrichtung wenden.

Darüber hinaus gibt es verschiedene Fachveranstaltungen oder Kunst-Ausstellungen, die sich mit dem Thema sexualisierter Gewalt beschäftigen.

Wenn Sie als Pastoralteam einer Kirchengemeinde gerne Veranstaltungen anbieten wollen, können Sie sich für Ideen gerne an die Stabsstelle Aufarbeitung wenden.

Umfrage zum Gedenktag am 18. November 2023

Wir möchten mit Ihnen über Ihre Erfahrungen im Umgang mit dem Gedenktag am 18. November 2023 ins Gespräch kommen, um daraus ggf. neue Ideen für das Gedenken zu entwickeln.

Daher freuen wir uns über die Teilnahme an der folgenden Umfrage.

  

Veranstaltungshinweise

Stabsstelle Aufarbeitung

Marzellenstr. 32
50668 Köln

Sie erreichen diese Seite auch direkt über diesen Kurzlink:
www.erzbistum-koeln.de/gedenktag-betroffene-sexualisierter-gewalt