Maria Himmelfahrt aus der Kiste: heil sein und heil werden

Erzbistum Köln
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Erzbistum Köln Ehe- und Familienpastoral

Ideen aus der Kiste zu Maria Himmelfahrt.

14. August 2020

Vorbereitung

In der Mitte oder auf dem Tisch liegen verschiedene Kräuter, die im Garten oder in der Umgebung geschnitten wurden.

Gespräch

Wer von euch kann uns sagen, wie es einem geht, wenn man krank ist?
Wie war das?
Was hat Dir geholfen?
Beispiele legen wir auf das gelbe Tuch in die Mitte: Kräutersäcken, Kräutertee, Halsbonbons, Pflaster, Medizin, Salbe, Schmusetier, Lieblingsgeschichte, ….

Wer hat für dich gesorgt?
Hast du Medizin bekommen?

Wir sind also alle schon einmal krank gewesen und haben gemerkt: Es ist wichtig, Medizin zu bekommen. Es ist aber auch wichtig, dass sich jemand um uns sorgt. Dass man erzählen kann, was einen bedrückt. Und dass jemand sagt: Ich wünsch dir Kraft, es wird schon wieder.

Maria war auf Erden so eine Frau. Sie hat die Not der Menschen gesehen. Sie hat auf Gott vertraut. Es so zu machen wie Maria, tut uns Menschen gut, man kann auch sagen: Es ist heilsam. Die Kirche sagt über Maria: Am Ende ihres Lebens ist sie mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden. Maria lebt ganz nah bei Gott. Sie kann uns Vorbild und Helferin sein. Das wissen wir aus vielen Geschichten der Bibel und aus Erzählungen von vielen Menschen.

Mögliche Evangelientexte

aus dem Evangelium nach Lukas: Kapitel 1, Vers 26-38 — die Verkündigung, als Maria ihr ‘Ja’ gibt zur Mitwirkung am Heilsgeschehen für die Welt. 
Wo übernehmen wir Verantwortung für die Welt?

aus dem Evangelium nach Johannes: Kapitel 2, Vers 1-11 — die Hochzeit in Kana, als Maria unerschütterlich darauf vertraut, dass Jesus die Menschen nicht im Stich lässt. 
Wo brauchen Menschen unsere Treue und Liebe?

aus dem Evangelium nach Johannes: Kapitel 19, Vers 25-27 — bei der Kreuzigung, als Maria mit ihrer ganzen Trauer treu zu Jesus steht.
Wie trauern wir? 
Wo lassen wir Menschen im Schmerz allein?

aus dem Evangelium nach Lukas: Kapitel 24, Vers 36-43 — nach der Auferstehung, als Maria zusammen mit den Jüngern die Zusage Gottes bestätigt wird, dass das Leben siegt. 
Worüber freuen wir uns? 
Worauf hoffen und vertrauen wir?

Kräutersegnung

Wir verbinden das Fest mit einem alten Brauch. Aus der Kraft der Erde sind uns Kräuter und Blumen gewachsen. Viele haben natürliche Heilwirkungen. 

Im Hochsommer stehen die Wiesen voller Blumen und Kräuter. Wir finden Schafgarbe und Spitzwegerich, die Wegwarte und das Zinnkraut, das Johanniskraut und die Königskerze und viele, viele mehr. 

Im Garten sind viele Küchenkräuter gewachsen, Salbei, Pfefferminze, Ringelblumen, Malven, Thymian, Lavendel und Rosmarin. Manche tragen auch den Namen von Maria. 

Die Kräutersegnung am Fest Mariä Himmelfahrt verdeutlicht vor allem: Gesundheit ist nicht allein Glückssache, nicht allein das Ergebnis guter Pflege und qualifizierter medizinischer Behandlung. Vertrauen auf Segen und Zuwendung Gottes können für das Ertragen der Krankheit von entscheidender Bedeutung und schließlich ‘heilsam’ sein.

Wir danken für die Kräuter, die gut schmecken und für die, die uns heilen. Gott meint es gut mit uns. Wir danken heute für alles, was Gott uns schenkt, das uns gut tut und uns Heil schenkt.

Segensgebet

Gott, uns Vater und Mutter, du hast uns eine Fülle von Pflanzen geschenkt. Sie machen uns Freude, sie schenken uns Nahrung. Einige sind richtige Heilkräuter: sie helfen uns, gesund zu bleiben, sie helfen uns, gesund zu werden.

Segne diese Kräuter, die wir zu diesem Marienfest gepflückt haben. Allen Menschen sollen sie helfen, gesund zu bleiben. Jedem kranken Menschen, der sie braucht, sollen sie Arznei sein. Wir danken für alle Heilkräuter.

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