Pfingsten aus der Kiste: Wind

Erzbistum Köln
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Erzbistum Köln Ehe- und Familienpastoral

Mit den bunten Tüchern den Wind sehen.

28. Mai 2020

Einstieg

Heute geht es um den Wind und darum, was der Wind alles kann. 

Jede/r bekommt ein Tuch und hält dies mit ausgestrecktem Arm hoch.

Was passiert - draußen, was drinnen?

Wir können pusten.

Das Tuch in einen Baum hängen.

Dieses vor einen Ventilator halten.

 

Was Wind so alles kann! 

Der Wind kann etwas bewegen, was sonst nur schlapp herunterhängt. 

Der Wind kühlt und erfrischt, wenn uns ganz heiß ist, 

und der Wind kann auch mal etwas durcheinanderbringen, z.B. die Haare. 

 

Meditation

Gottes Geist ist wie Wind, wie Luft, die Menschen in Bewegung setzt. 

Sein Geist weht, wo er will.

Auch ganz leise und still:

Eine sanfte Umarmung.

Ein kleines Zeichen der Anerkennung.

Eine Geste der Zuwendung.

Ein tröstendes Gespräch.

Sein Geist weht, wo er will!

 

Bibeltext

Das jüdische Fest Shavuot feiert man sieben Wochen nach dem Pessach. An diesem Tag versammelten sich die Apostel, viele weitere Jünger und zahlreiche Frauen, die Jesus gefolgt waren, in einem Haus in Jerusalem. Auch Maria, die Mutter Jesu, war unter ihnen. Immer noch hatten sie Angst, verfolgt zu werden. Sie hielten sich lieber verborgen.

Plötzlich erfüllte den Himmel ein Brausen, als ob ein heftiger Sturm sie umtosen würde. Ihnen war so, als sähen sie Zungen wie aus Feuer. Diese verteilten sich so, dass sich auf jedem von ihnen eine Feuerzunge niederließ. Sie spürten, dass der Heilige Geist sie erfüllte. Und sie redeten jeder in einer anderen Sprache, so wie es ihnen der Geist eingab.

© Die beste Geschichte aller Zeiten Georg Langenhorst/Tobias Krejtschi

 

Windgeräusche

Wie hat sich der Sturm damals wohl angehört?  

Ihr könnt den Klang von Wind und Sturm mit euren Händen, dem Atem und eurer Stimme erzeugen.

Die Jünger hören das erste leise Wehen in der Ferne.

Reibe deine Handflächen aneinander, immer gleichmäßig im Kreis herum.

Das Wehen kommt näher…

Blase durch die Lippen ein langes FFFFF – erst ganz sanft, dann immer stärker.

… und wird stärker.

Lege nun deine Hände so zusammen, dass eine Höhle entsteht, und blase hinein. Verändere dabei die Höhle, um den Klang zu verändern.

Nun dringt der Wind durch die Fenster ein und breitet sich im Haus aus, …

Verändere den Luftstrom ganz allmählich von FFFF über CHCHCHCH zum SCHSCHSCH.

… immer weiter, vom Obergeschoss bis in den Keller.

Wechsle nun mit deiner Lippenstellung zwischen U und I ab und blase damit in deine Höhle.

Ganz stark ist er geworden – ein richtiger Sturm.

Nun kommt deine Stimme dazu: WWWWWWW – Wenn du weiterhin die Lippenstellung und die Hände-Höhle veränderst, klingt der Sturm ziemlich echt.

 

Fürbitten

Manchmal sind wir ganz schön schlapp und müde. Bringe Du uns in Bewegung.
Gott, schicke uns Deinen Wind.

Manchmal haben wir uns sehr geärgert und sind sehr erhitzt. Kühle Du uns wieder ab, 
da mit wir miteinander reden können.
Gott, schicke uns Deinen Wind. 

Wir können Dich und den Heiligen Geist nicht sehen, genauso wenig wie den Wind. Aber genau wie der Wind bewirkst Du etwas in unserem Leben. Durch Dich ist unser Leben ganz wertvoll.
Gott, schicke uns Deinen Wind.

Gott, wir möchten, dass durch uns etwas Schönes in dieser Welt entsteht.
Gott, schicke uns Deinen Wind.

Danke Gott, dass wir so beten können, wie Du uns das gezeigt hast.

 

Impuls von Papst Franziskus

»Um es klar zu sagen: Der Heilige Geist stört uns, weil er uns in Bewegung versetzt, weil er uns gehen lässt, weil er die Kirche drängt, vorwärts zu gehen ... Aber stören, nein, das darf er nicht. Wir wollen, dass der Heilige Geist einschläft. Und das geht nicht. Denn er ist Gott, und er ist jener Wind, der geht und kommt, und du weißt nicht, woher. Er ist die Kraft Gottes, er ist der, der uns den Trost und die Kraft gibt, voranzugehen. Aber: voranzugehen! Und das stört: Das Bequeme ist schöner.«

 

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