Im Internet finden sich unter dem Stichwort "Demenz-Café" diverse Angebote für unterschiedliche Städte.
Demenz ist ein Thema, das uns alle betreffen kann. Demenz ist viel mehr als eine bloße Alterserkrankung und betrifft häufig nicht nur den Erkrankten, sondern sie ist systemisch zu betrachten: sie tangiert Familien, Freundeskreise, Arbeitskontexte, Gemeinden und Sozialräume.
Und wenngleich das Thema Demenz längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, wird es oftmals tabuisiert. Vielen Menschen fällt es schwer, sich diesem Thema zu nähern, da es tief verwurzelte Ängste und Unsicherheiten aufwirft – Ängste vor dem Verlust der eigenen Identität, der Erinnerungen und der Kontrolle. Dies insbesondere, da wir in einer erfolgs- und leistungsgeprägten Gesellschaft leben, in der ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben als hohes Gut betrachtet und angestrebt wird.
Umso wichtiger ist es, „Demenz“ ins Gespräch zu bringen und aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Dass Betroffene die (gemeindliche wie kirchliche) Öffentlichkeit meiden, muss nicht sein, wenn wir die Perspektive wechseln und die Erkrankten mit ihren Ressourcen, Gaben und Möglichkeiten wahrnehmen und wertschätzen lernen.
Seelsorge verstehen wir als ein Hingehen zu den Menschen und ein Mitgehen als Mensch. Sie kann Trost, Orientierung und Stärkung anbieten und lebt von der Beziehung von Mensch zu Mensch zu Gott. Und so stehen beide Themen – Demenz und Seelsorge – unabdingbar mit einander in Beziehung. Dafür setzen wir uns ein!
Die Zeichnungen der Webseite hat der Illustrator Markus Rockstroh im Rahmen eines Fachtages für uns gestaltet. (https://www.markusrockstroh.de)





