CREDO-UPDATE– Ein Glaubenskurs für Erwachsene

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Was verbirgt sich eigentlich hinter den oft sehr alten Spezialwörtern und Kurzaussagen des Credos?

16. März 2020

CREDO-UPDATE– Ein Glaubenskurs für Erwachsene

Konzept und Leitung: Diakon Udo Casel, Pfarreiengemeinschaft Königswinter am Oelberg

Unter einem Update verstehen wir in der Computersprache eine neue Version eines Programms, das schon vorhanden ist, aber eine Erneuerung im Gepäck hat. Unser Glaubensbekenntnis gehört seit Jahrhunderten zu den Grundprogrammen unseres Glaubens. Wir beten es am Sonntag in der Messe, wir erfragen es bei der Tauffeier, aber was verbirgt sich eigentlich hinter den oft sehr alten Spezialwörtern und Kurzaussagen dieses Textes, die heute für uns oft unverständlich sind?

Um diesen Fragen nachzugehen, machten wir im Oktober 2019 Werbung für einen Glaubenskurs für Erwachsene. Dabei standen drei Zielgruppen im Fokus:
1. Die Tauf- und Firmkatecheten, die oft genug bei heiklen Fragen zu den Inhalten des Glaubens selber unsicher sind und passen müssen.
2. Die Gottesdienstteilnehmer, die mehr möchten als nur vorformulierte Glaubensaussagen rezitieren.
3. Diejenigen, die sich grundsätzlich für den Glauben interessieren, aber bisher der Kirche sonst eher fernstanden.

Um möglichst viele Gemeindemitglieder unseres Seelsorgebereiches neugierig auf den Kurs zu machen, luden wir Teilnehmende der Gottesdienste, der Gremien und anderer Gruppen mit Hilfe eines Fragebogens ein, sich Gedanken über die eigene Position zu den einzelnen Glaubensaussagen zu machen. Durch Ankreuzen konnten sie sich positionieren.

An neun Abenden trafen sich dann von November 2019 bis Februar 2020 über 20 Interessierte zum CREDO-UPDATE. Wichtig war uns, nicht in deduktiver Weise die richtige Sicht zunächst einmal darzustellen und dann darüber zu diskutierten, sondern in induktiver Weise zunächst nach dem zu fragen, was die Teilnehmer mitbringen.

Deshalb stand zu Beginn eines jeden Treffens Zeit für ein Gespräch in Kleingruppen. Dabei wurden unter einer konkreten Fragestellung erste Assoziationen zum Thema des Abends gesammelt und anschließend im Plenum vorgestellt. Daraufhin gab es einen theologischen Impuls und Raum für kritische Nachfragen. Um das Gehörte danach mit dem persönlichen Glauben in Verbindung zu bringen, war uns wichtig, zu einem weiteren Austausch in Kleingruppen einzuladen. Am Ende jedes Treffens äußerten sich die Teilnehmenden in Form eines Blitzlichtes zu Inhalten und Methoden.
Nach jedem Abend habe ich eine Zusammenfassung der Inhalte erstellt, die dann beim nächsten Treffen als „Handout“ mitgenommen werden konnte.

Am Ende des Kurses stand eine abschließende Reflexion, bei der die Teilnehmenden durchweg positiv rückmeldeten, dass hier die Möglichkeit bestand, alles sagen zu dürfen, auch wenn einzelne Meinungen weit vom offiziellen Glauben der Kirche entfernt schienen. Ebenfalls positiv wurde die Gruppenarbeit herausgestellt, bei der eine erstaunliche Offenheit gewachsen ist und der Wechsel der Methoden, der es nie langweilig werden ließ. Die zwei Zeitstunden vergingen für die Teilnehmenden oft viel zu schnell. Immer wieder wurde geäußert, man hätte noch viel länger reden können…

Alle Materialien zur Werbung, der Fragebogen, die Auswertung, der Ablauf der Kursabende und die Dokumentationen der neun Einheiten stehen hier zum Download zur Verfügung.

 

Diakon Udo Casel

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