Gemeinsam Ringe schmieden - Ehevorbereitung mal anders

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Viele Brautpaare möchten ihrer Hochzeit eine persönliche, eigene Note geben. Eine ganz besondere Art, sich auf die gemeinsame Ehe vorzubereiten, liegt derzeit im Trend: Die Brautpaare schmieden ihre eigenen Eheringe selbst.

22. Dezember 2020

Rita Cosler, Referentin in der Ehe- und Beziehungspastoral und Gemeindereferentin im Erzbistum Köln, bietet noch mehr. In ihren Kursen, die sie gemeinsam mit Georg Kalkum (ebenfalls Referent in der Ehe- und Beziehungspastoral) entwickelt hat, können Paare mit einem Goldschmiedepaar an ihren individuellen Ringen handwerklich arbeiten und werden dabei von theologisch-spirituellen Impulsen und Gesprächen begleitet, um sich auf eine christliche Ehe vorzubereiten. Die Paare haben dabei Zeit miteinander, in der Gruppe, aber auch alleine.

Verknüpfung von Freizeit-Event, spirituelle Erfahrung und Partnerschaftsthemen wertvoll

Im kirchlichen Trauungsritual hat der Ringtausch eine lange Tradition und große Bedeutung. Die Herstellung der Ringe mit der Vorbereitung auf eine christliche Ehe zu verknüpfen, spricht daher vor allem Paare an, die kirchlich heiraten wollen, auch, wenn oftmals nur einer der beiden kirchlich interessiert ist. „Hinzu kommt“, so Rita Cosler, „dass wir immer mehr feststellen, dass Paare wenig Zeit (miteinander) haben und sie in der kurzen, ihnen zur Verfügung stehenden Zeit, hochwertige Angebote aufsuchen, die einen persönlichen Erinnerungswert oder Mehr-Wert für sie haben“. Die Verknüpfung von Freizeit-Event, spiritueller Erfahrung und Zeit für Partnerschaftsthemen habe sich als sehr wertvoll herausgestellt, so Cosler.

In den Arbeitsphasen arbeiten die Paare jeweils am Ring des Partners beziehungsweise der Partnerin. Dazwischen gibt es Gesprächszeiten zu Themen der Partnerschaft, der Kommunikation und zum Sakrament der Ehe anhand des Eheversprechens. Kleine Gottesdienste am Beginn und Ende des Tages geben spirituelle Anregungen auch für die eigene Praxis. „Im Laufe des Kurses stellt sich oftmals heraus, dass Partnerinnen und Partner, die bis dahin wenig Bezug zur kirchlichen Trauung hatten, diese nun mit viel mehr Überzeugung eingehen und sich dazu auch der (distanzierte) Blick auf Kirche und Glauben positiv verändert“, sagt Rita Cosler, nachdem sie bereits zweimal diese besondere Art der Ehevorbereitung begleitet hat. 

 

„Kirchliches Heiraten hat für mich eine andere Bedeutung bekommen“ – positive Resonanzen auf das Angebot

Bei der Abschlussreflektion eines Kurses sagte beispielsweise ein (zukünftiger) Ehepartner: „Eigentlich wollten wir nur kirchlich heiraten, weil das für meine Frau wichtig ist. Jetzt, nach diesem Wochenende, hat das für mich eine ganz andere Bedeutung bekommen. Wenn ich jetzt das Treueversprechen sage, verbinde ich ganz andere Inhalte damit. Ja, ich kann jetzt wirklich Ja sagen zur kirchlichen Trauung.“

Ein anderes Paar, welches eine interreligiöse Trauung plant, sei begeistert von der Herstellung der Trauringe und den Gesprächen gewesen, erinnert sich Cosler. Die Braut (muslimisch) war sehr interessiert am christlichen Verständnis der Ehe. Sie schrieb rückblickend: „Wir hatten eine wirklich tolle und besinnliche Zeit am Ehe-Vorbereitungswochenende, woran wir uns heute noch sehr gerne zurückerinnern.“ Besonders schön sei die Gestaltung des Wochenendes gewesen: Das Rahmenprogramm, das gemeinsame Ringe schmieden, die Impulse für die Ehe, Inspirationen für die christliche Trauung, das Kennenlernen von anderen Hochzeitspaaren und der gemeinsame Austausch mit diesen. „Die Möglichkeit, unsere Eheringe füreinander schmieden zu können, hat uns tiefgreifende Erinnerungen beschert. Durch die ehevorbereitenden Gespräche haben wir als Paar nochmal einiges voneinander gelernt und unsere Verbindung gestärkt“, resümiert die Braut.  

 

Hintergrundinformationen zum Kurs

Den fachlich-handwerklichen Rahmen des außergewöhnlichen Angebots bietet das Goldschmiedepaar Katja Osterhoff-Genz und Bernd Genz, das mit einer mobilen Werkstatt die Kurse begleitet. Das theologisch-spirituelle Angebot kommt von Rita und Detlev Cosler. Die Kurse finden in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk im Erzbistum Köln statt und werden (auch) mit Zuschüssen aus der Ehepastoral finanziert.

Mehr Informationen zum Angebot gibt es unter finden Sie auf den Seiten der Ehepastoral

 

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