27. September 2016

Zusammen erleben:

 

Alle Mitmachenden kauern sich klein zusammen, nah am Boden, wie ein Samenkorn.


Die Spielleitung lädt nun ein, eine kleine Imaginationsübung mitzumachen - vom Same bis
zum großen Baum:

 

 

 


sanft lässt sich der Same in den Boden betten

klein zusammenkauern und hinhocken,


es wird dunkel und warm
es ist ein bisschen feucht.


Das Samenkorn merkt, wie es im Inneren immer satter, runder und praller wird.

ein bisschen öffnen, sich runden wie ein dicker werdender Same.

Der Same platzt auf,ein kleiner Trieb streckt sich aus der Hülle und schiebt sich durch die dunkle,
feuchte Erde ans Licht.

langsam strecken sich die Arme nach oben


Tage, Monate und Jahre vergehen,

die Arme wiegen sich im Wind


mal ist es kalt, mal scheint die Sonne,

zittern
mal wärmen die Herbstblätter den kleinen, aber immer stärker werdenden Trieb,

die Arme ein wenig zurücknehmen
mal deckt der Schnee ihn zu.


Der Trieb wird immer kräftiger,
Zweige und Blätter kommen dazu,

langsam aufstehen und die Arme auseinander nehmen


der Trieb wird zum Baum, der sich immer höher und höher der Sonne entgegen reckt.


Blüten kommen an die Zweige,

Hände zu Blüten öffnen

Bienen und Insekten besuchen den Baum.
Aus den Blüten werden Früchte,

Vögel, Tiere und Menschen freuen sich an den Früchten.
Manch fallen ab, andere werden gepflückt,

einen Arm schüttelnd herunterfallen lassen
wieder andere bilden Samen und fallen neu zur Erde:

zweiten Arm herunternehmen und wieder zum Samenkorn zusammenkauern


ein neuer Baum entsteht!!!

 

 

Für Erwachsene:

Wenn die Wolken sich mit Regen füllen, schütten sie ihn auch über das Land aus; wenn ein Baum nach Süden oder Norden fällt - wohin der Baum auch fällt, da bleibt er liegen. (Koh 11,3)

 

Der Text beschreibt einfache Phänomene der Natur. Regen und Schwerkraft sind uns vertraut.

 

Fragen zum Nachdenken:

Gelingt es mir, hin und wieder im Regen zu tanzen oder ärgere ich mich darüber, dass ich nass werde?

Welche natürlichen Phänomene kann ich mir rein vernünftig erklären? Welche „unerklärlichen“ Phänomene versetzen mich ins Staunen?

 

JG