Adventssonntage gestalten

Wie Advents-Sonntage gestaltet werden können

12. November 2020

Vorbereiten

Der passende Ort:

  • planen Sie an jeden Sonntag, möglichst immer zur selben Zeit, Ihre Adventsstunde mit den Kindern ein.
  • Suchen Sie einen gemeinsamen Ort, an dem Sie gerne zusammen sind und an dem sich alle wohl fühlen. 

 

Material im Adventskorb

Was Sie zur Gestaltung der jeweiligen Adventsonntage vorbereiten, können Sie vorab in einen Korb oder eine Kiste legen, die als feierliche Adventkiste gestalten werden kann. Das spart das mühsame Zusammensuchen von Material mitten im gemütlichen Zusammensein und weckt die Neugierde der Kinder auf das, was beim gemeinsamen Feiern geschehen wird:

  • Adventskranz, Kerze, Streichhölzer
  • Bibelgeschichten
  • Bastel- und Spielmaterial
  • Vorlese-Geschichte
  • Ausgedruckte Ausmalbilder und Rätsel

Feiern

Beginnen

Ein kurzer Hinweis vorab: 
die grün gesetzten Worte zeigen Ihnen an, dass Sie jeweils passende Texte und passendes Material unter den angegebenen Adventssonntagen finden.

Der an jedem Sonntag ähnliche Ablauf hilft, sich auf Ungewohntes einzulassen.

  • Entzünden Sie die Kerze(n) am Adventskranz. 
  • Erinnern Sie daran: 
    Das Licht der Kerze ist hell und warm. Die Christen sagen: Gott will, dass es die Menschen hell und warm haben. Er will bei ihnen sein. Auch hier bei uns.
  • Vielleicht versuchen Sie miteinander, das Kreuzzeichen zu machen:
    • Hand an die Stirn:                                Wir verbinden uns mit dem Himmel 
    • Hand an den Bauch:                 und der Erde
    • Hand zuerst an die linke:                      und den Menschen überall auf der Erde
      dann an die rechte Schulter:     rund um uns herum.
  • Sie können das wiederholen, indem sie sagen:
    • Wir sitzen hier zusammen:
      im Namen des Vaters,              der im Himmel ist
      und des Sohnes, Jesus Christus,            der unter den Menschen gelebt hat
      und des Heiligen Geistes,                     der unsichtbar um uns herum ist 
                                                                 und uns Mut macht.

Mit einer kurzen Einführung, die auch in ein Gebet übergehen darf, startet die Advent-Stunde.

Alle bekommen das Ausmalbild und tauschen sich aus, was sie darauf entdecken.

Biblische Erzählung hören

Dann wird die biblische Erzählung vorgelesen, entweder im Text der deutschen Einheitsübersetzung, oder ‚in leichter Sprache‘.

  • Die auslegenden Texte geben Ihnen ein paar Impulse zum Textverständnis – schließlich sind die Texte vor beinahe zweitausend Jahren geschrieben und heute nicht unbedingt direkt verständlich….
  • Nach dem Vorlesen können Sie mit den Kindern auf den Ausmalbildern entdecken, was Sie aus den biblischen Erzählungen darauf wiederfinden.

Vertiefen

Nach so vielen Worten ist mit etwas Aktion nun Zeit zur Vertiefung der Worte und Gedanken:

  • die Spielideen helfen, Aspekte der biblischen Erzählungen zu verinnerlichen.
  • Vielleicht möchten Sie lieber mit den Kindern basteln oder rätseln? Auch dafür finden Sie Ideen und Material.
  • Nach dem Spielen und Basteln ist eine Ruhephase hilfreich: eine Kurzgeschichte überträgt Aspekte der biblischen Erzählung in die heutige Zeit.

Gutes wünschen

Gerne denken wir im Advent auch an andere Menschen: Wunschkugeln oder eine Krippenstroh-Aktion laden ein, auch an andere zu denken und ihnen Gutes zu wünschen. Christen nennen das: Fürbitte halten, wenn sie mit guten Gedanken und Wünschen andere Menschen Gott ans Herz legen.

  • Wunschkugeln:
    • Eine Schale und eine Murmel helfen dabei, gute Wünsche und Bitten für andere auszusprechen und zu bedenken
    • Die Schale in beide Hände nehmen, Murmel liegt in der Schale
    • Der/die Schalen-Träger/in nennt, für wen oder was sie bitten möchte 
    • Dann die Schale langsam kreisend in Bewegung setzen, bis die Kugel rundläuft. 
    • Still den Lauf der Kugel beobachten, bis sie wieder ruht.
    • Schale an den/die Nächste*n weitergeben.
  • Krippe ausstatten:

    • Vor längerer Zeit war es in manchen Gegenden Deutschlands Brauch, dass Kinder in der Adventszeit darauf achteten, ‚gute Taten‘ zu vollbringen. Dann durften sie am Sonntag einen Strohhalm in die leere Krippe legen. So wurde bis zum Weihnachtsfest durch die guten Taten der Kinder die Krippe für das Jesuskind gut ausgepolstert.
    • Das kleine Strohritual kann man leicht verändert als Segensbitte für andere nutzen: für jede/n, an den gedacht und für den oder die gewünscht wird, wird ein Strohhalm in die Krippe gelegt…

Dieses kleine Fürbitt-Ritual kann auch mit dem Gebet Jesu beendet werden, das er seinen Freunden damals vor 2000 Jahren gelehrt hat und das heute noch weltweit von Christen gebetet wird: das Vater- unser.

Vater unser im Himmel
geheiligt werde dein Name,
dein Reich komme
dein Wille geschehe
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute,
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.

Amen.


> Vater-unser im Video für Kinder

> Vater-unser mit Gebärden beten
Überlegen Sie gemeinsam, welche Gesten zu den einzelnen Gebetszeilen passen. Tipp: Viele Ideen dazu gibt es auch im Internet.

> Vater-unser in anderen Sprachen hören
Denn Weihnachten will es überall auf der Welt werden

 

Bestärkt in die Adventwoche gehen

Mit einem kurzen Schlussritual werden alle Utensilien für die Adventsstunde wieder in die Kiste oder den Korb gelegt und bleiben bis zur nächsten Adventsstunde für alle weiter sicht- und nutzbar stehen.

  • Wir geben uns die Hand und sprechen unseren gemeinsamen Wunsch-Satz
    oder
  • Wir stecken die Köpfe zusammen und summen gemeinsam (darf Familie auch zu Corona-Zeiten :-) )
    oder
  • Wir streicheln uns nacheinander die Rücken und sagen: ich hab dich lieb, Gott hat uns lieb.
    oder 
  • wir zeichnen uns gegenseitig ein Kreuzchen auf die Stirn oder in die Handinnenflächen
    oder: 
  • Alle legen die geöffneten Hände um den Adventskranz und spüren die Wärme: Gott ist nah, Gott ist da!
    oder:
  • Sie entdecken Ihr eigenes Segens- und Schlussritual!

Und nun: viel Freude mit unserem Advent-Material für Ihre Advent-Stunde!