Jahresempfang 2026
Beim Erzbischöflichen Offizialat Köln wurde am 26.03.2026 der Jahresempfang begangen; hierbei kommt der Herr Erzbischof zum Jahresbeginn mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammen, die bei seinem bischöflichen Gericht ihren Dienst tun im Haupt- oder Nebenamt.
- Dabei obliegt gerade auch einem Diözesanbischof das Richteramt: Ipse Episcopus iudex hat Papst Franziskus betont bei seiner Reform des kirchlichen Eheprozessrechts von 2015; d.h. der Bischof als Vorsteher einer Diözese ist auch Richter der ihm anvertrauten Gläubigen.
- Zum Empfang, bei dem rund 25 Personen zusammenkamen, konnten auch einige der Pensionäre begrüßt werden; für das Offizialat gehört auch dies zur Gemeinschaft des kirchlichen Diensts.
Der konkrete Termin lag dieses Mal erst im Frühjahr und wurde damit verbunden, dass Erzbischof Kardinal Woelki die Amtsräume seines Offizialats feierlich einsegnete.
- Denn das Offizialat hat die 2. Etage der Marzellenstraße 21 bezogen vor rund einem Jahr, am 20.03.2025. Nach dem vierjährigen Provisorium im Kurienhaus seit 2021 hofft das Offizialat auf eine nun dauerhaftere Betriebsstätte.
- Zum Betrieb des Offizialats gehört allerdings – trotz aller Schriftlichkeit – vor allem das Gespräch mit Menschen: die (auch) durch ein Eheverfahren eine Entlastung erhoffen, oder die im Verfahren mitwirken, um zu einer Klärung beizutragen.
Wie in jedem Jahr beim Empfang bekam der Erzbischof den Bericht des kirchlichen Gerichts zum vergangenen Jahr überreicht. Offizial Dr. Peter Fabritz zeigte sich froh, dass im Jahr 2025 wieder mehr Menschen ermutigt werden konnten, ein kirchliches Eheverfahren einzuleiten, das letztlich wie alles kirchliche Tun einem Heil der Seelen dienen soll.
- Denn nachdem die Antragszahl einen bisherigen Tiefpunkt erreicht hatte im Jahr 2024, zeigen die Zahlen des Jahres 2025 bei den eingeleiteten Verfahren nun eine Verdoppelung.
Kardinal Woelki nahm seinen Dank zum Anlass, auch seine Hoffnung zu erläutern, dass bei aller Notwendigkeit von Strukturreformen der Heilige Geist und die Evangelisierung priorisiert werden, um ein neues Wachstum der Kirche zu ermöglichen.
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