Hinter unserem Pfarrhaus im Kirchort „St. Michael, Geistingen“ liegt der "Pfarrgarten", der jedoch trotz seiner Größe und praktischen Beschaffenheit (für z. B. Ballspiele, Zelten o.ä.) nahezu nicht genutzt wurde. Seit mehreren Jahren versuchen wir als Kath. Familienzentrum Leben in diesen Garten und die damit verbundene offene Terrasse zu bringen.
Angeregt durch die Umwelt-Enzyklika „Laudato si’“ von Papst Franziskus haben wir uns 2025 für das Themenjahr „Schöpfung“ für alle Angebote des Katholischen Familienzentrums entschlossen. Dies haben wir verbunden mit einer Aktion, bei der wir mit Familien ins Arbeiten/ Werken/ aktive Tun kommen: im ersten Schritt wurden Hochbeete gebaut und vorbereitet und im zweiten Schritt ging es um Bepflanzung und Pflege.
Wir stellen immer wieder fest, dass niederschwellige Angebote diejenigen sind, die gerne angenommen werden – ein offenes Angebot von der Kirche ohne Gottesdienst beim ersten Dabeisein ist offensichtlich attraktiver für viele, zumal mit Kindern der Gang zum Gottesdienst bei vielen nicht die Priorität ist. So haben wir 5 Hochbeete geschaffen mit 5 Familien, die seit März 2025 (mit winterlicher Pause) bearbeitet werden.

Schöpfung bewahren und gestalten:Hochbeete gemeinsam bauen und pflegen - ein Familienprojekt
Eindrücke von dem Angebot
Um „Kirche“ einmal anders erfahrbar zu machen, wollen wir Familien mit Kindern, Großeltern mit Enkeln oder auch weiteren Familienmitgliedern ein Angebot machen, das sie niederschwellig erreicht. Das Angebot des gemeinsamen Gärtnerns und Gestalten der Hochbeete mit ihren Kindern soll auf der einen Seite die Familien einladen, gemeinschaftlich etwas zu erleben, bewusst die Schöpfung wahrzunehmen und zu gestalten, auf der anderen Seite soll es auch ein Angebot sein, das die Familien einlädt, ihre Kirche neu wahrzunehmen, über den Gottesdienst hinaus, frei von Vorgaben. Des Weiteren sollte die Möglichkeit bestehen, andere Familien kennenzulernen, sich auszutauschen und zu vernetzen.
Nach Abschluss der zwei von einer Naturtrainerin begleiteten Einheiten (im März und Mai) haben wir mit einem gemeinsamen Familiengottesdienst mit anschließendem Beisammensein den Startschuss gesetzt, den Familien ihre Hochbeete zur weiteren Gestaltung zu überlassen. Ein gemeinsames Erntedankfest im Oktober war dann der nächste Schritt der Versammlung.
Aufgrund der zentralen Lage und der leichten Zugänglichkeit, ist es den Familien jederzeit möglich, an ihrem Beet zu arbeiten, sich auf der Terrasse auszuruhen oder die Rasenfläche als Spielmöglichkeit mit ihren Kindern zu nutzen. Diese bietet neben Platz auch eine Kinderrutsche, die Terrasse ist überdacht mit Sitzmöglichkeiten und Arbeitsequipment wie Harken, Schaufeln, Gartenschlauch inkl. Wasseranschluss. Die zwei Eingangstore sind immer offen zugänglich, bieten aber dennoch den Schutz, dass Kinder nicht einfach weglaufen können.
Familien mit Kindern, d.h. Eltern, Großeltern, weitergefasste Familienmitglieder, mehrere Generationen
Am Beginn standen zwei von einer Naturtrainerin begleiteten Einheiten im März und Mai 2025. Hier wurde jeweils 2-3 Stunden intensiv gearbeitet um die Hochbeete zu bauen, zu befüllen und erste Pflanzen einzubringen.
Die anschließende kontinuierliche Pflege läuft nach wie vor dem Klima bzw. Wetter entsprechend und wird von den Familien in Eigenverantwortung geführt.
- Wir hatten die Naturtrainerin Steffi Krieg eingebunden, die uns tolle Anleitungen, Materialien und Hilfestellungen geben konnte. Sie hat uns bereits im Vorfeld beraten, Kontakte zum Beispiel für die Beschaffung des Mutterbodens vermittelt und bei den Überlegungen unterstützt, was notwendig ist für so ein Vorhaben. Ein Profi an der Seite war für uns Gold wert.
- Unser Grundstück ist immer zugängig, aber gleichzeitig von einem geschlossenen Zaun umgeben. Dies ist für die Familien eine gute Voraussetzung, dass die Kinder sich frei bewegen können.
- Das Grundstück hat sowohl Wassertonnen als auch einen Wasseranschluss für die Bewässerung.
- Apfelkisten
- mehrere Tonnen „Mutterboden“
- Werkzeug, teils vorhanden, teils mitgebracht
- Gehäckseltes für den Boden der Kisten
- Folie und Draht als Schutz vor Mäusen etc.
- Saatgut und Pflanzen
- Snacks und Getränke für Pausen 😉
- Steffi Krieg (Naturtrainerin) / Tel. 0157/75007055 / Mail: Naturtrainerin-Steffi@gmx.de
- Die KÖB hat unser Projekt mit Buchausstellung zum Thema "Garten / Hochbeet / DiY" begleitet
- Die Kita hat bei den Familien Werbung zu unserem Projekt gemacht und ebenfalls die Buchausstellung präsentiert.
Diese Veranstaltung / Dieses Projekt wurde durchgeführt vom Netzwerk Katholisches Familienzentrum Geistingen-Hennef-Rott
Bei Interesse können Sie Kontakt aufnehmen mit Pastoralreferentin Sabine Montag
Email-Kontakt: Sabine.Montag@erzbistum-koeln.de
>> Mein Blitzlicht <<
Es hat super viel Spaß gemacht, mit den Familien aktiv zu werden im Bauen, im Austausch und Erleben der Natur. Obschon wir uns alle kaum kannten, ging das Arbeiten Hand in Hand vom Schleppen der Erde bis zum Pflanzen, zwischendurch hat Frau Krieg den Kindern verschiedene Pflanzen und Materialien gezeigt, über den Wert von Regenwürmern gesprochen und sie durften alles mitmachen.
Im Anschluss haben wir eine WhatsApp – Gruppe gegründet, um abzuklären, wer wann das Gießen übernehmen kann, wenn mal jemand nicht kann. Diese Gruppe wird zudem genutzt zum Austausch über verschiedene Gemüsearten zum Pflanzen und Erfahrungen über die Monate und ich lade immer mal wieder gerne zu besonderen, familienfreundlichen Angeboten oder Gottesdiensten der Kirchengemeinde ein.
Es hat sich demnach eine Gruppe zusammengefunden, die sich wahrscheinlich sonst nicht zwingend begegnet wäre aus kirchennahen und -fernen Menschen