Adveniat-Gast aus Paraguay erzählt Schülerinnen und Schülern über Entwicklungsprojekte

Authentisch und überzeugend

22. November 2021

Die persönliche Begegnung mit Menschen ist beeindruckender und lebendiger als alle (gut gemachten) Lehrbücher und -filme. Das erfuhren die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7, 9 und 10 der Otto-Kühne-Schule Godesberg am Dienstag, den 16. November 2021. Dort besuchte sie der Adveniat-Gast Ricardo Gonzalez im Unterricht und erzählte ihnen vom Leben der Menschen in den Armenvierteln von Asuncion, Paraquay, und von seinen Entwicklungsprojekten.

Er berichtete, dass viele junge Menschen in seinem Heimatland in Sucht- und Kriminalitätsprobleme abrutschten oder durch die Corona-Pandemie in die absolute Armut absanken. Auch Hungersnöte bedrohen viele Menschen in Paraguay, besonders in den Armenvierteln.

Seit mehr als 30 Jahren steht Ricardo Gonzalez mit seinen Sozialprojekten auf der Seite der Armen – etwa, indem er täglich warmes Essen serviert, oder Maßnahmen ergreift, damit ein Armenviertel nicht regelmäßig von einer Überschwemmung getroffen wird.

Eine Sisyphos-Arbeit? Ein unverbesserlicher Optimist? Eines zeigte der Besuch den Schülerinnen und Schülern sehr deutlich: Es geht. Anders! Ein solches Engagement lohnt sich – auch wenn die Projekte in Asuncion und die Hilfe von Adveniat nicht die Welt verändern können. Aber: Viele Jugendliche in der Region übernehmen (wieder) Verantwortung für sich und ihre Zukunft, gehen zur Schule und entfalten ihre Fähigkeiten. Mehr noch: Sie werden täglich satt, fühlen sich wertgeschätzt und sehen in ihrem Leben trotz allem Elend einen Sinn.

Nicht zum ersten Mal hat der Religionslehrer Joachim Schick Adveniat-Gäste in seine Schule (und in die katholische Kirche Godesberg) eingeladen. Und auch die eher kirchenkritischen Schülerinnen und Schüler erkannten: Kirche ist mehr als man manchmal glaubt. Sie kann auch eine lebendige, überzeugende Bet-, Lern- und Solidargemeinschaft zum Wohl der Menschen auf der Seite der Armen sein.