Altenbergwallfahrt

Wallfahrt der Erzbischöflichen Schulen nach Altenberg

Seit vielen Jahren hat sich eine Tradition entwickelt, die auch in der heutigen Zeit immer wieder die Jungen und Mädchen der Klassen 6 begeistert: die Wallfahrt ihrer Jahrgangsstufe nach Altenberg. Mit Bussen werden die Kinder mit ihren Klassen- und Religionslehrern zu Kirchen in der Umgebung des Zielortes gebracht, wo sie durch den Schulseelsorger auf die Fußwallfahrt eingestimmt werden, und  mit Gebet, Gesang und Besinnung sternförmig mit den anderen Schulen zum Ziel pilgern. Dort treffen sie sich mit den anderen zu einer kurzen Rast, bei der sie entweder der Erzbischof oder der Weihbischof, der für ihre Schule Mitverantwortung trägt, empfängt und begrüßt. Gemeinsam ziehen sie dann in den Dom  und beschließen die Wallfahrt mit einer Andacht.

 

Wegen der Vielzahl der Teilnehmer werden die Schulen auf insgesamt vier Veranstaltungen verteilt, die kurz nach den Sommerferien innerhalb einer Woche durchgeführt werden. Die Organisation wird gemeinsam von der Schulabteilung und einem Schulseelsorger durchgeführt.

Die Tradition

Seit 1987 steuern die Schüler der Erzbischöflichen Schulen jedes Jahr den Altenberger Dom an. Von 1999 bis 2009 war die Basilika in Knechtsteden ihr Ziel. Aufgrund des Jubiläums der Grundsteinlegung des Altenberger Doms führt die Wallfahrt seit 2009 wieder nach Altenberg.

Neben dem spirituellen Erlebnis soll vor allem das Gemeinschaftsgefühl unter den Schülern gestärkt werden. Das Zusammentreffen der verschiede­nen Schulen am Altenberger Dom verdeutlicht den Teilnehmern außerdem, im Glauben nicht alleine unterwegs zu sein.

Der Altenberger Dom befindet sich nach wechselvoller Geschichte und drohendem Niedergang in Rechtsnachfolge des preußischen Staates im Besitz des Landes NRW. Das Gotteshaus wird als Simultankirche von der katholischen und der evangelischen Gemeinde gemeinsam genutzt.

Seit Jahrtausenden bekannt

Wallfahrten sind schon seit Jahrtausenden und in vielen Religionen bekannt

Die Motivationen, warum Menschen Wallfahrten unternommen haben und noch immer unternehmen, sind unterschiedlich. Auch im Christentum ist das Wallfahrtswesen eine weitverbreitete Frömmigkeitspraxis. Im Laufe der Kirchengeschichte ist eine Vielzahl von Wallfahrten und Wallfahrtsorten entstanden. Inhalt und Form variieren jedoch stark. Gerade heute scheint vom Pilgern wieder eine neue Faszination auszugehen.

Hinweis

Bei Großveranstaltungen steht in der Regel nicht die einzelne Person im Interesse. Aus diesem Grund sind Fotos von Demonstrationen und ähnlichen Ereignissen auch zulässig. Die Einwilligung aller anwesenden Teilnehmer zu erhalten, wäre mit einem unverhältnismäßigen Aufwand verbunden.

Es wurde vermieden einzelne Personen (insbesondere Jugendliche)  fotografisch zu fokussieren.

Selbstverständlich werden aber  auf Wunsch einzelne Bilder unmittelbar  gelöscht.

Nachricht an: Olaf.Gruschka@Erzbistum-Koeln.de

Wallfahrt sechster Klassen Erzbischöflicher Schulen 2019

Wallfahrten nicht nur im Christentum

Wallfahrten werden außer im Christentum z. B. im Judentum, im Islam (als sogenannte „5. Säule“ Pflicht jedes Muslims mit Hauptheiligtum Mekka), im Buddhismus und im Hinduismus  praktiziert und sind bereits in der griechisch-römischen Antike und bei den alten Ägyptern nachweisbar. Während einer Wallfahrt werden nicht nur vor dem Aufbruch, unterwegs und am Ziel Gottesdienste gefeiert, sondern die Wallfahrt als Ganze ist Gottesdienst, bei dem die Pilgernden jederzeit eine Gottesdienstgemeinde sind. Die Wallfahrt als solche stellt sowohl von ihrem Wesen als auch von ihrer Gestalt und Gestaltung her ein gottesdienstliches Bewegungselement besonderer Art dar. Sie bezeichnet ein höchst konkretes, leibhaftes Unterwegssein, kann aber auf diese Weise gleichzeitig auch zur geistlichen Übung werden: Die vielleicht müde gewordene Seele kann über den leiblichen Ausdruck wieder neu in Bewegung kommen und sich gewissermaßen von der leiblichen Erfahrung anstecken lassen.

Wallfahrt als ein Abbild menschlichen Lebens

Der Mensch ist unterwegs; Leben ist Bewegung, nicht Stillstand. Und auf diesem Weg ist der Mensch nicht allein. Er braucht Menschen, die mit ihm gehen, und als Christ weiß er, dass Gott selbst sein Begleiter und seine Kraft zum Leben ist.

Bereits auf dem Weg stand die Gemeinschaft im Mittelpunkt. Die einzelnen Schulgemeinschaften mussten aufeinander achten, konnten miteinander gehen, singen, rasten und beten.

Es ist zu wünschen, dass alle Klassen aus der Fahrt und dem Tag in Altenberg gute Impulse für ihre weitere Zukunft mitnehmen.

-gru-

 

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