Mit dem Sonderzug nach Lourdes:Auf Pilgerfahrt mit dem Deutschen Lourdes-Verein
Es gibt Reisen, die uns neue Orte zeigen. Und es gibt Reisen, die uns sowohl Gott als auch uns selbst näherbringen.
Die Wallfahrt des Deutschen Lourdes-Vereins gehört zweifellos zur zweiten Kategorie. Jahr für Jahr machen sich Pilger aus ganz Deutschland auf den Weg zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte der Christenheit – und schon die Anreise wird zu einem besonderen Erlebnis: im traditionellen Sonderzug, der auf einzigartige Weise Gemeinschaft, Gebet und Begegnung verbindet. Am Ende gehört man zur Familie. Und nimmt neben zahlreichen schönen Erinnerungen, Devotionalien und Souvenirs das sichere Gefühl mit heim, dass Gott einen liebt.
Niemand reist allein
Besonders beeindruckend an dieser Wallfahrt zu der Stätte, an welcher im Jahre 1858 dem einfachen Mädchen Bernadette die Mutter Gottes mehrfach erschien, ist, wie die kranken, älteren und behinderten Menschen, die z.T. in einem speziellen Lazarettwagen anreisen, während der gesamten Wallfahrt würdevoll und fürsorglich umhegt und gepflegt werden. Hier wird gelebte Nächstenliebe sichtbar. Ärzte, Malteser Helferinnen und Helfer schenken ihre Zeit und ihre Aufmerksamkeit, damit jede Pilgerin und jeder Pilger – unabhängig von seinen körperlichen oder geistigen Einschränkungen – diese besondere Reise erleben kann.
Wer einmal mit diesem Zug unterwegs war, spürt vom ersten Moment an: Hier reist niemand allein. Fremde werden zu Weggefährten, Gespräche entstehen ganz von selbst, und aus Begegnungen wachsen oft Freundschaften fürs Leben. Das gemeinsame Beten, Teilen von Mahlzeiten, Lebensgeschichten, Singen und Unterwegssein schafft eine Atmosphäre, die viele Teilnehmer als tief berührend beschreiben.
Erfahrung von Gemeinschaft
In Lourdes angekommen, öffnet sich eine Welt voller Glauben, Hoffnung und Zuversicht. Die Grotte von Massabielle, an der die Gottesmutter der heiligen Bernadette erschien, die feierlichen Gottesdienste, die beeindruckenden Lichterprozessionen am Abend und die internationale Gemeinschaft der Pilger hinterlassen unvergessliche Eindrücke.
Doch Lourdes ist weit mehr als ein Ort. Es ist eine Erfahrung. Eine Erfahrung von Gemeinschaft in einer Zeit zunehmender Vereinzelung. Eine Erfahrung von Hoffnung, gerade für Menschen, die Krankheit, Sorgen oder andere schwere Belastungen tragen. Und eine Erfahrung von Glauben und Liebe, die oft noch lange nach der Rückkehr nach Hause nachwirkt.
Viele Teilnehmer berichten, dass sie nach Lourdes mit einem leichteren Herzen zurückkehren. Nicht, weil ein jeder dort Heilung von körperlichen, seelischen oder geistigen Gebrechen fände – obwohl dies auch immer wieder eindrücklich geschehe – oder weil alle Fragen beantwortet und plötzlich alle Probleme gelöst wären, sondern weil sie dort etwas gefunden haben, das im Alltag oft verloren geht: Zeit für das Wesentliche, für Anbetung und stilles Gebet sowie für echte Begegnungen und das Gefühl, von Gott getragen zu sein.
Lourdes empfängt Menschen mit allem, was sie mitbringen. Vielleicht liegt genau darin das Geheimnis dieses besonderen Ortes.
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