Erzbistum Köln stellt 3 Millionen Euro zugunsten von bedürftigen Familien und Einzelpersonen zur Verfügung

2. November 2022 pek221102-dk

Erz­bis­tum Köln. Immer mehr Men­schen ge­raten zur­zeit auf­grund stei­gender Ener­gie- und Lebens­haltungs­kos­ten in finan­zielle Not­situa­tio­nen. Um die Aus­wir­kungen die­ser Situation zu lin­dern, hat das Erz­bistum Köln ein För­der­paket ge­schnürt, das sich auf rund 3 Millionen Euro be­läuft. Die Mittel kommen aus den zu­sätz­lichen Kirchen­steuer­ein­nahmen durch die Ener­gie­preis­pau­schale und wer­den dem Erz­bischöf­lichen Hilfs­fonds zuge­führt. Mit 2,2 Millionen Euro steht der Groß­teil des Gel­des zur Unter­stützung von finan­ziell in Not gera­tenen Fami­lien und Ein­zelper­sonen zur Ver­fügung. Des Wei­teren wer­den auch die Beratungs­leis­tungen der Caritas- und Fach­ver­bände für Men­schen mit gerin­gem Ein­kommen ausge­baut und pasto­rale Initia­tiven geför­dert.

Weih­bischof Ans­gar Puff, Bischofs­vikar für die Ar­men und die Cari­tas im Erz­bistum Köln, er­klärt: „Für mich ist es selbst­verständ­lich, dass das Erz­bistum diese zusätz­lichen Steuer­einnah­men nicht für ei­gene Zwecke nutzt, son­dern an Bedürf­tige und an Kirchen­gemeinvden und Ver­bände weiter­gibt, die sich vor Ort für Men­schen in Not ein­setzen. So kann Be­troffenen direkt und un­mittel­bar ge­holfen wer­den.“

Unterstützung für Familien und Einzelpersonen

Bedürf­tige können die finan­zielle Hilfe aus dem Erz­bischöf­lichen Hilfs­fonds über die teil­nehmen­den Beratungs­stellen der ört­lichen Caritas­verbän­de, des SkF (Sozial­dienstes katho­lischer Frau­en) oder des SKM (Sozial­dienst katho­lischer Männer) bean­tragen. Auch so­ziale Ein­richtun­gen, die selbst we­gen der stei­genden Ener­giekos­ten in Not ge­raten sind, können aus dem Erz­bischöf­lichen Hilfs­fonds unter­stützt wer­den. Di­rekte Ener­giekos­tenzu­schüsse sollen eben­so an Haus­halte gehen, die aus der Ukraine geflüch­tete Men­schen auf­genommen ha­ben.

Zur Aus­wei­tung der Bera­tung und Beglei­tung von Haus­hal­ten mit gerin­gem Ein­kommen wer­den dem Diözesan­caritas­verband für das Erz­bistum Köln 550.000 Euro zur Ver­fügung ge­stellt. Fast alle An­lauf­stellen berich­ten von einer stark an­steigen­den Nach­frage. Um diese zu be­wälti­gen, soll unter an­derem das Per­sonal bei den Orts- und Fach­verbän­den punk­tuell auf­gestockt und damit neben der finan­ziellen Hilfe auch die per­sön­liche Bera­tung von be­troffenen Per­sonen best­möglich ge­sichert wer­den.

Unterstützung für Gemeinden und Organisationen

Mit wei­teren 250.000 Euro sollen Kirchen­gemein­den, -ver­bände sowie Ver­eine und kirch­liche Gruppen unter­stützt wer­den, die Ini­tiati­ven und Ak­tionen zur Ab­milde­rung der Armuts­fol­gen ge­stalten. Hier­zu zählt die Aus­weitung von vor­hande­nen Ange­boten, wie bei­spiels­weise Wärme­stuben, Essen­aus­gaben oder auch Tausch­börsen. Gleich­zeitig wer­den auch neue Ak­tio­nen geför­dert, die warme Räu­me schaffen. Für die Um­setzung wird auf das be­währte Netz­werk der „Ak­tion Neue Nach­barn“ zurück­gegriffen, das Kir­chen­gemein­den und ka­tho­lische Ein­richtun­gen dabei unter­stützt, pas­toral-cari­tative Pro­jekte zu ini­tiieren und umzu­setzen.

Petra Theo­bald vom Stif­tungs­zentrum des Erz­bistums Köln, in dem der Erz­­bischöfliche Hilfs­fonds ver­waltet wird, be­tont die Not­wendig­keit des umfang­reichen Förder­pakets: „Wir sind froh, dass wir jetzt mit den zu­sätzlichen Kir­chen­steuer­einnahmen aus der Ener­gie­preis­pauschale vielen Men­schen im Erz­bistum Köln unter die Ar­me greifen können. Der Erz­bischöf­liche Hilfs­fonds unter­stützt in aku­ten Not­lagen. Durch die vie­len An­fragen, die uns der­zeit er­reichen, er­fahren wir, wie sehr die Not bei den Men­schen gerade zu­nimmt.“