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„Unsere Solidarität gilt den Menschen, die von einem Moment auf den anderen alles verloren haben“:Erzbistum Köln stellt 100.000 Euro Soforthilfe für Erdbebenopfer in Venezuela bereit

Datum:
25. Juni 2026
Von:
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Am Abend des 24. Juni verursachten Erdbeben insbesondere im Norden des Landes schwere Schäden. Der Bereich Weltkirche & Dialog des Erzbistums Köln steht in engem Kontakt mit Verantwortlichen der Kirche in Venezuela. Kardinal Woelki bekräftigt die Solidarität der Weltkirche.

Köln. Nach den schweren Erdbeben in Venezuela stellt das Erzbistum Köln 100.000 Euro Soforthilfe für die betroffenen Menschen zur Verfügung. Über seine Kontakte nach Venezuela steht der Bereich Weltkirche & Dialog des Erzbistums Köln in engem Austausch mit der Kirche vor Ort. Aktuelle Informationen erhält das Erzbistum direkt von Erzbischof Raúl Biord Castillo, dem Erzbischof von Caracas.

Die Erdbeben haben am Abend des 24. Juni insbesondere im Norden des Landes schwere Schäden verursacht. Zahlreiche Menschen kamen ums Leben oder wurden verletzt, viele Familien verloren ihr Zuhause. Auch kirchliche Einrichtungen und historische Kirchengebäude wurden erheblich beschädigt.

„Die Nachrichten und Bilder aus Venezuela erschüttern uns zutiefst. Unsere Solidarität gilt den Menschen, die von einem Moment auf den anderen Angehörige, ihr Zuhause oder ihre Lebensgrundlage verloren haben“, sagt Rainer Maria Kardinal Woelki. „Die Kirche vor Ort steht den Betroffenen in dieser schweren Situation unmittelbar zur Seite. Mit unserer Soforthilfe möchten wir dazu beitragen, dass den Menschen schnell geholfen werden kann und sie neue Hoffnung schöpfen.“

Schwere Schäden an Kirchen und Pfarrgebäuden

Erzbischof Raúl Biord Castillo verschaffte sich unmittelbar nach dem Erdbeben einen Überblick über die Lage in Caracas. Dabei stellte er in zahlreichen Pfarreien erhebliche Schäden fest. Betroffen sind unter anderem die Kathedrale von Caracas sowie mehrere Kirchen und Pfarrgebäude in verschiedenen Stadtteilen. In der Pfarrei Ñauralí stürzte ein Teil des Kirchendachs ein, die Kirche und das Pfarrhaus von Pagüita wurden vollständig zerstört. Der dortige Pfarrer konnte sich nach Angaben des Erzbischofs wie durch ein Wunder retten.

Auch aus weiteren Gemeinden werden schwere Schäden gemeldet. In mehreren Regionen sind Kommunikations- und Stromnetze ausgefallen, sodass das tatsächliche Ausmaß der Zerstörungen noch nicht vollständig erfasst werden kann.

„Viele Pfarreien haben ihre Türen für Menschen geöffnet, die nicht in ihre Häuser zurückkehren können“, berichtet Erzbischof Biord Castillo. Zudem habe die Kirche ein Solidaritätsnetzwerk über die Pfarrcaritas aktiviert, um Betroffene zu versorgen und Hilfe zu koordinieren.

Verbundenheit mit der Kirche in Venezuela

Der Bereich Weltkirche & Dialog des Erzbistums Köln steht in engem Kontakt mit Verantwortlichen der Kirche in Venezuela und verfolgt die weitere Entwicklung der Lage. Die bereitgestellte Soforthilfe soll dazu beitragen, die dringendsten Bedürfnisse der betroffenen Bevölkerung zu decken und die Hilfsmaßnahmen der Kirche vor Ort zu unterstützen.

„Gerade in Zeiten großer Not zeigt sich die Kraft weltkirchlicher Verbundenheit“, betont Kardinal Woelki. „Wir stehen an der Seite der Menschen in Venezuela und schließen sie in unser Gebet ein.“

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