Vom Kirchen-Quartett bis zur Reel-Serie:Erzbistum Köln verleiht erstmals Hiero Award für kirchliche Öffentlichkeitsarbeit

Die Gewinner in den Kategorien „Haltung & Mission“, „Dialog & Beteiligung“, „Innovation & Mut“ und „Klein & fein“ wurden von einer Fachjury ausgewählt. Die Jury vergab außerdem einen Sonderpreis. Den Vorsitz der fünfköpfigen Jury übernahm in diesem Jahr Andreas Menne, Leiter des Medienkompetenzzentrums im Katholisch-Sozialen Institut in Siegburg.
Quartett, Jahreskalender, Film, Reel-Serie und digitaler Schaukasten
In der Kategorie „Klein & fein“ überzeugte das im Pfarrbrief veröffentlichte Kirchen-Quartett der Pfarreiengemeinschaft Brauweiler-Geyen-Sinthern. Um in immer größer werdenden Pastoralen Einheiten weiterhin Orte der Vertrautheit und Identifikation zu schaffen, entwickelten in der Öffentlichkeitsarbeit Engagierte ein Quartett mit allen Kirchen aus der Gemeinde.
In der Kategorie „Dialog & Beteiligung“ wurde die Katholischen Kirchengemeinde St. Antonius und Benediktus in Düsseldorf ausgezeichnet. Dort war die gesamte Gemeinde aufgerufen, ihre Ruheorte fotografisch festzuhalten. Aus den eingesendeten Fotos wurde dann ein Jahreskalender gestaltet, der an die Gemeinde verteilt wurde.
Den Preis in der Kategorie „Haltung & Mission“ erhielt das Erzbischöfliche Berufskolleg Köln. Mit einem zehnminütigen Film dokumentierten Lehrende und Lernende der Schule die Entstehung der gemeinsamen „LernVision“.
Der Preis für „Innovation & Mut“ ging an die Gemeinde in der Kirche St. Rochus. Die Gemeinde, die im Rahmen der „Church Planting“-Initiative des Erzbistums im letzten Jahr neu gegründet wurde, überzeugte mit ihrer auf Instagram und TikTok veröffentlichten Reel-Serie „Wir gründen eine Gemeinde“. In der Serie von Kurzvideos gibt das Team um Pfarrer Immanuel Renz Einblicke in den Prozess der Gründung.
Mit einem Sonderpreis würdigte die Jury die Öffentlichkeitsarbeit der Katholischen Kirchengemeinde St. Clemens und Mauritius. An der Liebfrauenkirche entwickelte ein Team einen digitalen Schaukasten, der mit Informationen bespielt wird.
Kommunikation, die Haltung zeigt
„Heute, am Gedenktag des Heiligen Hieronymus, prämieren wir Kommunikation, die Haltung zeigt und die frohe Botschaft ins Heute übersetzt“, sagte Generalvikar Tobias Hopmann. „Aus meiner Erfahrung als Pfarrer weiß ich, dass Verkündigung nur mit guter Kommunikation gelingen kann. Genau das brauchen wir.“
Amtsleiter Frank Hüppelshäuser betonte das Engagement der Menschen, die in den Gemeinden und Einrichtungen des Erzbistums Kommunikation gestalten: „Öffentlichkeitsarbeit in der Kirche vor Ort wird vielfach ehrenamtlich geleistet. Das heute in den Einreichungen in dieser Qualität und Bandbreite zu sehen, ist für mich persönlich sehr beeindruckend. Künftig wollen wir Lokales und Bistumsinhalte noch besser verzahnen und die Ehrenamtlichen vor Ort mit Content und Werkzeugen weitergehend unterstützen.“
Alle Redaktionsteams, die Beiträge eingereicht hatten, waren zur Preisverleihung eingeladen. Moderiert wurde der Abend von Anja Backhaus, musikalisch begleitet von Tilo Kleinwächter.
Kommunikationspreis nach Heiligem Hieronymus benannt
Der neue Kommunikationspreis würdigt das Engagement der haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden und ermöglicht Ihnen Vernetzung und Austausch. Mit dem Hiero Award entwickelt das Erzbistum den seit 2016 bestehenden Wettbewerb „Pfarrbrief des Jahres“ weiter. Neben Pfarrbriefen und Pfarrmagazinen konnten nun auch Social-Media-Kampagnen, Podcasts, Plakate und partizipative Projekte eingereicht werden.
Namensgeber ist der Heilige Hieronymus, einer der bedeutendsten lateinischen Kirchenväter. Hieronymus übersetzte die Bibel erstmals ins Lateinische und machte sie so einem breiten Publikum zugänglich.
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