Drei Fragen an... Jonas Kalkum:Familienquiz beim Pützchens Markt

Was hat die katholische Kirche mit dem Pützchens Markt zu tun?
Pützchens Markt hat seine Wurzeln in der Verehrung der Heiligen Adelheid von Vilich. Nach ihrem Tod kamen immer mehr Menschen zu ihrem Grab in Vilich und später nach Pützchen, zum Ort des überlieferten Brunnenwunders. Rund um die Wallfahrt entwickelte sich im Laufe der Zeit ein Jahrmarkt – und daraus entstand schließlich Pützchens Markt, wie wir ihn heute kennen. Genau diesen spannenden Zusammenhang möchten wir mit unserem Familienquiz sichtbar machen: die Geschichte des Marktes, die Heilige Adelheid und die lebendige Wallfahrtstradition in unseren Kirchengemeinden vor Ort. Für mich ist das Brünnchen deshalb ein ganz besonderer Ort: Mitten im Trubel des größten Volksfestes der Region kommen wir dort mit Menschen über Geschichte, Glauben und persönliche Erfahrungen ins Gespräch.
Sind die Besucher überrascht, Sie dort anzutreffen?
Ja, und genau das macht die Aktion für mich so spannend! Viele Menschen kommen eher zufällig an unserem Stand vorbei und sind überrascht, dass Kirche auf Pützchens Markt präsent ist. Manche verbinden Kirche vielleicht eher mit einem Kirchenraum oder einem Gottesdienst – und plötzlich steht sie mitten im Volksfest, zwischen Karussells, Zuckerwatte und Musik. Ich finde es großartig, dass dadurch ganz ungezwungene Begegnungen entstehen: Man kommt miteinander ins Gespräch, erzählt sich Geschichten und entdeckt vielleicht sogar einen Teil der eigenen Stadtgeschichte neu. Pützchens Markt ist ein Ort, an dem unglaublich viele unterschiedliche Menschen zusammenkommen. Und mittendrin sind wir als Kirche – offen, ansprechbar und mit einem Angebot, das Spaß macht.
Was erwartet die Besucher an Ihrem Stand? Was ist Ihr persönliches Highlight in diesem Jahr?
Wie in den vergangenen beiden Jahren gibt es bei unserem Familienquiz viel zu entdecken: über die Entstehung und Entwicklung von Pützchens Markt, seine Bräuche und die Verehrung der Heiligen Adelheid. Das Angebot ist bewusst für Groß und Klein gestaltet und an vielen Stellen barrierefrei. Natürlich darf auch das Glücksrad nicht fehlen – wer mitmacht, darf drehen und kann einen kleinen Preis gewinnen. Mein persönliches Highlight in diesem Jahr ist aber die neue Aktion rund um das Thema Dankbarkeit: Besucher können in Anlehnung an historische Votivtafeln kleine Holztafeln gestalten und darauf schreiben oder malen, wofür sie dankbar sind. Schüler des Kardinal-Frings-Gymnasiums haben das bereits ausprobiert – und die entstandenen Gedanken sind teilweise erstaunlich tief und berührend. Am meisten freue ich mich deshalb auf die Begegnungen und darauf, zu sehen, was die Menschen auf ihre Tafeln schreiben.
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