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Haltung der Dankbarkeit:Dankgottesdienst zum 70. Geburtstag von Kardinal Woelki im Kölner Dom

Glückwünsche an Kardinal Woelki zum 70. Geburtstag
Datum:
7. Sept. 2026
Von:
Newsdesk/je
Der Kölner Erzbischof stellt die Bedeutung der Zeit, die Dankbarkeit als Grundhaltung und die Hoffnung des christlichen Glaubens in den Mittelpunkt: Mit einem feierlichen Dankgottesdienst im Kölner Dom hat Rainer Maria Kardinal Woelki seinen 70. Geburtstag nachgefeiert. In seiner Predigt sprach er über Zeit als Geschenk Gottes, über Vergänglichkeit – und über die Hoffnung, dass das Eigentliche noch vor uns liegt.

Köln. Am 6. September 2026 hat Rainer Maria Kardinal Woelki im Kölner Dom einen Dankgottesdienst anlässlich seines 70. Geburtstages gefeiert. Musikalisch wurde die Liturgie von der Mädchenkantorei am Kölner Dom unter der Leitung von Oliver Sperling gestaltet. Eine große Gruppe der Dommessdiener war eigens gekommen, um dem Erzbischof auf diese Weise zu gratulieren.

Zu Beginn seiner Predigt machte Kardinal Woelki deutlich, dass es kein eigener Verdienst sei, 70 Jahre alt zu werden, sondern Gnade: „Das erste und Wichtigste an einem solchen Tag ist deshalb eine Haltung der Dankbarkeit.“ Diese Dankbarkeit gelte zuallererst Gott, aber auch seinen Eltern sowie allen Menschen, die ihn begleitet, unterstützt und im Gebet getragen haben. In seinem Leben habe er sich immer von Gott getragen gewusst und auf ihn vertrauen können. Das drücke auch Psalm 23, einer seiner Lieblingspsalmen, aus: „Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen…“.

Zeit als Geschenk – und Auftrag

Ausgehend von einem zweiten Psalm, der ihn in diesen Tagen besonders beschäftigt, sprach Kardinal Woelki über die Begrenztheit menschlichen Lebens: „Die Zeit unseres Lebens währt 70 Jahre, und wenn es hochkommt, 80. Das Beste daran ist nur Mühsal und Verhängnis, schnell geht es vorbei, wir fliegen dahin.“ (vgl. Ps 90,10) Während er diesem Wort früher wenig Aufmerksamkeit geschenkt habe, fühle er sich heute jedes Mal unmittelbar betroffen, wenn er es im Stundengebet liest – und werde nachdenklich darüber, wie schnell die Zeit vergeht.

Es liege an jedem Menschen selbst, wie er die ihm geschenkte Zeit fülle und was er mit ihr mache. Zeit sei letztlich immer ein Geschenk, das wir empfangen. Sein Geburtstag erinnere ihn daran, dass der größere Teil seines Lebens hinter ihm liege. „Über unsere Vergänglichkeit dürfen wir uns nicht hinweg täuschen lassen“, betonte der Kardinal. Bei allen Versäumnissen und Vergehen sei es für ihn ein großer Trost, dass Gott größer sei als unser Herz und alles wisse (vgl. 1 Joh 3,20b).

„Der Richtungspfeil unseres Lebens weist immer nach oben“

Als tröstlich bezeichnete Kardinal Woelki die christliche Gewissheit, dass das Eigentliche noch vor den Menschen liege: „Die Vollendung unseres Lebens, die der Herr uns verheißen hat. Der Richtungspfeil unseres Lebens weist insofern immer nach oben. Das Alter ist deshalb nicht der fünfte, der Schlussakt eines großen, tragischen Dramas, sondern nur das Ende einer Ouvertüre: Das Eigentliche beginnt erst.“

Am Ende seiner Predigt fasste der Erzbischof seine Hoffnung und sein Vertrauen in Gott zusammen: „In deiner Liebe weiß ich mich geborgen – heute und morgen, im Leben und im Sterben.“

Blick nach Israel und in den Libanon

Zum Abschluss des Gottesdienstes setzte Kardinal Woelki noch ein inhaltliches Zeichen mit Blick auf seine jüngste Reise nach Israel und in den Libanon. Sichtbar bewegt berichtete er von den Zerstörungen, die er dort gesehen hatte, und vom Schicksal vieler Christinnen und Christen, die in dem Land – in dem Jesus gelebt hat – für sich keine Zukunft mehr sehen.

Den christlichen Gemeinden vor Ort habe er versprochen, für sie zu beten. Gemeinsam mit der Gottesdienstgemeinde im sehr gut besuchten Kölner Dom betete er im Anschluss für eine friedliche Zukunft in Israel und im Libanon. Der Gebetszettel, der dazu im Dom verteilt wurde, steht auch online zum Download bereit.

Gratulation und Begegnung

Dompropst Guido Assmann gratulierte dem Kardinal im Namen des Domkapitels und sicherte ihm zu, ihn bei seiner Sehnsucht nach einer wachsenden Kirche so gut wie möglich zu unterstützen.

Nach dem Gottesdienst waren alle Gläubigen herzlich eingeladen, dem Kardinal bei strahlendem Sonnenschein im Innenhof des Erzbischöflichen Generalvikariats persönlich zu gratulieren und bei einem kühlen Getränk miteinander anzustoßen.

Glückwünsche für den Kardinal

Pontifikalamt am 6. September 2026 im Kölner Dom.

Julia, Martina, Hermann und Erkan sind aus Bonn bzw. aus Drees in der Eifel (am Nürburgring) extra heute nach Köln gekommen. Mit Blick auf die Predigt unterstreichen sie ebenfalls, dass der 70. Geburtstag ein Geschenk ist und danken dem lieben Gott, das erleben zu dürfen.

Pontifikalamt am 6. September 2026 im Kölner Dom.

Luis Felipe, Francesca, Michele, Anne-Camille und Fabricio (v.l.) von der katholischen Gemeinschaft Shalom in Köln-Holweide wünschen Kardinal Woelki und seiner Mission weiter den Heiligen Geist. Dankbar blicken sie auf Woelkis Einsatz für die Evangelisierung

Pontifikalamt am 6. September 2026 im Kölner Dom.

Der Generalobere P. Benedikt Enders der anglikanischen Benediktiner von Oberberg und seine Frau wünschen Kardinal Woekki viel Gesundheit und Kraft für sein Amt. Sie ziehen den Hut vor ihm, finden toll, wie er das Erzbistum koordiniert und wünschen ihm noch viele weitere Jahre.

Pontifikalamt am 6. September 2026 im Kölner Dom.

Franz wünscht dem Erzbischof einen gesegneten Geburtstag und dankt ihm für die vielen Jahre, die er bereits der Arbeit im Erzbistum Köln gewidmet hat.

Dankgottesdienst im Kölner Dom und Feier im Erzbischöflichen Generalvikariat

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