© Erzbistum Köln
© Erzbistum Köln

Wenn morgens die ersten Kinder ihre Kita betreten, beginnt ein Alltag voller Entdeckungen. Es wird gespielt, gelacht, gelernt und getröstet. Erzieherinnen und Erzieher begleiten und fördern die Kinder, feiern mit ihnen Feste im Kirchenjahr und vermitteln Werte wie Respekt, Gemeinschaft und Nächstenliebe.
Für viele Kinder und Familien sind katholische Kindertageseinrichtungen der erste Ort, an dem sie Kirche unmittelbar erleben. Damit die Arbeit an diesem wichtigen Ort gelingt, braucht es jedoch im Rücken engagierter pädagogischer Fachkräfte eine starke Stütze. Hinter jeder Einrichtung stehen die Aufgaben Personalgewinnung, Finanzverwaltung, Gebäudemanagement, Qualitätsentwicklung und zahlreiche gesetzliche Anforderungen – Herausforderungen, die in den vergangenen Jahren deutlich komplexer geworden sind.

Mit der Gründung des zentralen Trägers „Katholino – Kitas im Erzbistum Köln gGmbH“ hat das Erzbistum Köln einen wichtigen Schritt unternommen. Es bündelt die Trägerschaft seiner Kindertageseinrichtungen in einer professionellen Organisation und schafft so die Grundlage für eine langfristig starke katholische Kita-Landschaft. Zum operativen Start am 1. August 2025 wechselten die ersten 35 Kitas unter das Dach des neuen Trägers.
Bis August 2027 sollen schrittweise über 500 katholische Kitas mit rund 32.000 Kindern und etwa 8.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern folgen. An die Stelle von rund 170 Einzelträgern tritt eine gemeinsame Struktur, die kirchliche Verantwortung mit professioneller Steuerung verbindet. Unter dem Strich soll diese organisatorische Veränderung dazu führen, die Verwaltungskosten um eine zweistellige Millionensumme zu senken. Es entsteht damit auch nicht weniger als einer der größten Kita-Träger in Deutschland.
Der Schritt ist Teil der strategischen Weiterentwicklung des Erzbistums Köln. Die Anforderungen an Kita-Träger wachsen stetig und verlangen spezialisierte Strukturen. Viele ehrenamtliche Kirchenvorstände stoßen hier verständlicherweise an ihre Grenzen. Katholino übernimmt deshalb zentrale Aufgaben wie Personalverwaltung, Controlling, Qualitätsmanagement und die Begleitung von Bau- und Investitionsmaßnahmen. Kita-Leitungen gewinnen dadurch Freiräume für das, worauf es im Alltag ankommt – die pädagogische Arbeit mit den Kindern und die Zusammenarbeit mit den Familien.
Wo bislang zahlreiche einzelne Träger Verwaltungsaufgaben wahrnahmen, entstehen nun gemeinsame Standards und zentrale Prozesse. Eine eigenständige Trägergesellschaft erlaubt eine transparente Steuerung, eine professionelle Nutzung von Förderprogrammen und eine strategische Planung von Sanierungen und Neubauten sowie die gebündelte Vertretung auf politischem Parkett.
Dabei bleibt der eigentliche Auftrag unverändert: Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten, Familien zu unterstützen und christliche Werte im Alltag erfahrbar zu machen. Katholino versteht sich als starker und verlässlicher Partner für die einzelnen Kindertageseinrichtungen, ihre Mitarbeitenden und die Kirchengemeinden.
Die Entwicklung schreitet kontinuierlich voran: Bereits 285 Kindertageseinrichtungen gehören aktuell schon zu Katholino. Mit jedem weiteren Übergang wachsen die Möglichkeiten, Prozesse zu vereinheitlichen, Synergien zu nutzen und die Einrichtungen nachhaltig zu stärken. So entsteht Schritt für Schritt ein Netzwerk, das Professionalität, Wirtschaftlichkeit und katholisches Profil miteinander verbindet.
Die Entscheidung für eine zentrale Trägerstruktur ist im Erzbistum Köln ausdrücklich und nicht zuletzt eine pastorale Entscheidung. Kitas wurden als einer von fünf pastoralen Schwerpunkten benannt – als Orte, an denen Kinder Glauben einüben, Gemeinschaft erleben und Werte kennenlernen, die weit über den Kita-Alltag hinauswirken. Katholino schafft dafür die organisatorischen Voraussetzungen, damit sich die Einrichtungen auf ihren pädagogischen und pastoralen Auftrag konzentrieren können und die Verbindung zu den Kirchengemeinden dauerhaft erhalten bleibt.
Alle Pressemitteilungen des Erzbistums Köln finden Sie im Pressebereich.
Service und Kontakt
Mo-Do: 8.30 - 17 Uhr
Fr: 8.30 - 14 Uhr
Erzbistum Köln
Newsdesk