Fünf Männer im Kölner Dom zu Diakonen geweiht

„Dienst mit Herz und Händen“

27. November 2023 Newsdesk/hms

Für Dirk Bröckerhoff, Hubertus Haneke, Heiko Müller-Bothen, Thorsten Wemmers und Peter Wittek begann am Vortag des Christkönigssonntags ein neuer Lebensabschnitt: Im Kölner Dom wurden sie durch Weihbischof Rolf Steinhäuser durch Handauflegung und Gebet zu Diakonen geweiht. Zuvor hatten die Kandidaten ihre Bereitschaft erklärt, ihren Dienst zum Wohle des christlichen Volkes auszuüben, den Glauben gemäß dem Evangelium und der Überlieferung der Kirche zu verkünden sowie ihr Leben nach dem Beispiel Christi auszurichten, wie es in der Weiheliturgie heißt. Ein beherztes "Ich bin bereit!" sprachen dabei auch die Ehefrauen, die sich zu ihren Männern stellten und versprachen, deren Dienst zu unterstützen.

In seiner Ansprache berichtete Weihbischof Steinhäuser über ein Gespräch mit den Kandidaten, das er mit ihnen vor deren Weiheexerzitien geführt habe. Die Berufungsgeschichten, warum die Männer sich in den Dienst der Kirche stellen wollten, hätten ihn tief berührt, so Steinhäuser. Diese bewusste Entscheidung sei auch deshalb beeindruckend, da es um die aktuelle gesellschaftliche und kirchliche Situation nicht zum Guten bestellt sei. Die Ergebnisse der kürzlich vorgestellten Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung seien "brisant und niederschmetternd", sagte der Weihbischof.

Trotz der schockierenden Zahlen, die nahelegten, dass immer mehr Menschen ablehnen, was mit Gott und dem Glauben zutun hat, gebe es aber eine Hoffnungsperspektive für den Diakonat der Männer: "Lebt und liebt, wie Jesus mit den Menschen gelebt hat", trug Steinhäuser ihnen auf. Ein Mensch, der sich so für die anderen in Dienst nehmen lasse, könne Not wenden. "Der Diakon ist die ausgestreckte Hand der Kirche zu den Notleidenden und Armen", darauf sollten sich die Weihekandidaten besinnen. "Lieben Sie diese Kirche Jesu, aber werden Sie nie zu Kirchenfunktionären", gab Steinhäuser den Männern mit auf den Weg.