Gemeinden verlängern Angelus-Läuten am 14. Juli

12. Juli 2022 pek220712-lmi

Erz­bistum Köln. In Koope­ration mit den katho­lischen Kir­chen des Lan­des Nord­rhein-West­falen lädt das Erz­bistum Köln seine Gemein­den dazu ein, am 14. Juli 2022 das abend­liche An­gelus-Gebet zu ver­län­gern und zu diesem An­lass für die Opfer der Flut­katastrophe 2021 zu beten.

Im Juli vergan­genen Jahres ver­loren Men­schen aus Nord­rhein-West­falen und Rhein­land-Pfalz über Nacht Familien­mit­glieder und Freun­de, Häuser sowie Hab und Gut. Bis heute sind sie täg­lich mit den Folgen des Un­wetters kon­frontiert, da zum Bei­spiel die Aus­zahlung der Wieder­aufbau­hilfen noch aus­steht und weiter­hin star­ker Hand­werker­mangel vor­herrscht. Auch men­tal sind die ver­heeren­den Ereig­nisse noch nicht verar­beitet: die Caritas be­richtet, dass die Zahl der Men­schen, die psycho­soziale Be­ratung in An­spruch nehmen, immer größer wird, je länger die Flut­nacht zurück­liegt.

In seinem Schrei­ben an die Gemeinde­mitglieder des Erz­bistums Köln spricht General­vikar Msgr. Guido Assmann allen Engagier­ten, die sich im Zeichen des Dienstes am Nächs­ten in den Flut­gebieten ein­gesetzt haben oder ein­setzen, indem sie zum Bei­spiel beim Wieder­aufbau von Häusern helfen oder Freizeit­angebote für Kinder organi­sieren, einen großen Dank aus. „Es liegt an uns allen, die Be­troffenen der Flut­katas­trophe weiter­hin nicht aus den Gedan­ken und dem Blick zu ver­lieren, uns weiter zu enga­gieren“, betont der General­vikar. Das zeit­gleiche Gebet am Abend des 14. Juli sei in diesem Zusammen­hang ein bedeuten­des sym­bolisches Zei­chen der Soli­darität.

Generalvikar Assmann anlässlich des ersten Jahrestags der Flutkatastrophe

Generalvikar Assmann anlässlich des ersten Jahrestags der Flutkatastrophe