Messe im Münsteraner Paulus-Dom:Kardinal Woelki führt Bischof Wilmer ins neue Amt ein

Heiner Wilmer ist seit Sonntag ganz offiziell Bischof von Münster. Als Metropolit der Rheinischen Kirchenprovinz führte der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki den ehemaligen Bischof von Hildesheim in sein neues Amt ein. An der Messe im vollbesetzten Paulus-Dom in Münster nahmen unter anderem Erzbischof Hubertus van Megen, der Fuldaer Bischof Michael Gerber, Wilmers Vorgänger Bischof em. Felix Genn und der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) teil.
Zu Beginn der Messe gratulierte Kardinal Woelki dem neuen Bischof zur Berufung durch Papst Leo XIV. und betonte das Wirken des Heiligen Geistes in dieser Ernennung. „Nicht durch Zufall, sondern eben durch diesen Ruf des Herrn selbst steht Heiner Wilmer heute vor Ihnen als Ihr neuer Bischof“, so der Kardinal.
Dieser Ruf sei gleichzeitig eine Verpflichtung in der Rolle als Hirte. „Alle Dienste und alle Ämter haben jedoch nur ein Ziel, daran erinnert uns der Apostel Paulus, wenn er im Epheser-Brief sagt, alles diene zum Aufbau des Leibes Christi, der die Kirche ist“, erklärte Woelki.
Glauben sichtbar machen
Der neue Bischof von Münster warb in seiner Predigt für mehr Bekenntnis zum Glauben. Schon Jesus habe seinen Jüngern zur Aussendung gesagt: „Wer sich zu mir bekennt, zu dem bekennt sich auch der Vater im Himmel.“ Für den Alltag gilt laut Wilmer daher: „Bekennen heißt, mit Gott übereinstimmen – und es sichtbar werden lassen.“
Sich zu bekennen bedeute dabei nicht, perfekt zu sein. „Bekennen heißt nicht, keine Zweifel zu haben. Bekennen heißt nicht, immer sicher zu sein. Bekennen heißt, sich ausrichten. Sich festmachen. Sich nicht verstecken“, sagte Wilmer.
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