#ZusammenFinden nur gemeinsam

17. Januar 2023 pek230117-apm

Köln. Un­ter dem Titel #Zusammen­Finden ist im Erz­bis­tum Köln bis zum Jahres­ende 2022 der räum­liche Zu­schnitt der zu­künf­tigen Pas­tora­len Ein­hei­ten fest­gelegt wor­den.

Als ein wich­tiger nächs­ter Schritt sollen im Rah­men eines Modell­projektes in Ber­gisch Glad­bach zu­kunfts­wei­sende Er­fah­run­gen ge­sammelt wer­den. Ziel ist es, bei­spiel­haft pas­torale Ini­tia­tiven so­wie ein mo­dernes Ver­waltungs­manage­ment zu er­proben, damit da­von für an­dere pas­torale Ein­heiten ge­lernt wer­den kann.

Zum Start des Pro­jekts wur­de am Wochen­ende 14./15. Ja­nuar im Rah­men ei­nes Pro­kla­man­dums (Be­kannt­machung beim Gottes­dienst) das ge­plante Vor­gehen in den dor­tigen Pfarreien be­kannt ge­macht. Im Zuge dessen wur­den auch per­sonelle Ver­ände­rungen be­nannt. Lei­der ist es da­bei zu Feh­lern und Ver­säum­nissen von Sei­ten der Projekt­verant­wort­lichen im General­vikariat ge­kommen, die die­se sehr be­dauern. Das Pro­kla­man­dum hat in Ber­gisch Glad­bach und im Erz­bistum zu Irri­tatio­nen, Ent­täu­schun­gen und Wut ge­führt.

Kardinal Woelki: Verständnis für Unmut

An­gesichts der oben be­nann­ten Ver­säum­nisse äußerte der Erz­bischof sein großes Ver­ständ­nis für den vor­gebrach­ten Un­mut, der auch ihn in zahl­reichen Mails er­reichte. Um­gehend hat er sich da­her über die ent­stan­dene Si­tua­tion von den Ver­ant­wort­lichen im Ge­neral­vika­riat in­for­mieren lassen. In die­sem Kon­text brachte der Erz­bischof noch ein­mal un­miss­ver­ständ­lich zum Aus­druck, dass das ge­plan­te Modell­projekt mit den Men­schen vor Ort be­sprochen und von die­sen mit­gestal­tet und ge­tragen wer­den muss.

"Des­halb habe ich da­rum ge­beten, sich jetzt noch ein­mal die Zeit zum in­ten­siven Dia­log zu neh­men, um die not­wen­digen Schritte zu be­spre­chen. Der Pro­zess #Zusammen­Finden ist für die Zu­kunft un­seres Erz­bistums ele­mentar wichtig. Denn nur ge­mein­sam ist es über­haupt mög­lich, ei­nen sol­chen Weg zu ge­hen," stellte Kar­dinal Woelki klar.

Weihbischof Puff für Gespräche vor Ort beauftragt

Weih­bischof Ansgar Puff als für den Pas­toral­bezirk Süd zu­stän­diger Bischof wur­de da­mit be­auf­tragt, Ge­spräche mit den Gre­mien und den Pas­toralen Diens­ten in Ber­gisch Glad­bach vor Ort zu füh­ren. Hier­zu lau­fen be­reits erste Ter­min­ab­stimmungen. Auf Basis der Rück­mel­dun­gen aus die­sen Ge­sprächen wird der Erz­bischof mit den Prozess­betei­lig­ten im Ge­neral­vika­riat die wei­tere Vor­gehens­weise ab­stimmen. Zu­dem hat er die Haupt­abtei­lung Ent­wick­lung Pas­torale Ein­hei­ten be­auf­tragt, kurz­fris­tig eine ver­tie­fende In­forma­tion zum Modell­projekt und dem wei­teren Ent­wick­lungs­prozess an alle Pas­toralen Diens­te und Gre­mien­mit­glie­der im Erz­bistum Köln heraus­zu­geben.