Kardinal Woelki zeichnet Gewinner des Wettbewerbs für junge Komponisten aus

6. September 2021 Newsdesk/Schoon

In der Abteikirche St. Nikolaus in Brauweiler wurden während zwei hochkarätig besetzten Konzertabenden Gewinner des Internationalen Kompositionswettbewerbs für junge Komponisten „Musica sacra nova“ ausgezeichnet. Zu den Organisatoren gehört neben dem Päpstlichen Institut für Kirchenmusik in Rom auch das Erzbistum Köln.

Am Donnerstagabend übergab Kardinal Rainer Maria Woelki im Rahmen eines Konzerts des Polnischen Kammerchores unter Leitung von Professor Jan Lukaszewski die Sieger-Urkunden in der Kategorie B des diesjährigen Wettbewerbs – ein liturgische Chorkomposition mit Orgelbegleitung zu einem lateinischen Text. Mit den Auszeichnungen, die durch eine international besetzte Jury erfolgten, ist außerdem die Aufführung der prämierten Werke an verschiedenen Orten in Polen, Litauen und England verbunden. Ebenso eine Aufzeichnung des Preisträgerkonzerts in der Abtei Brauweiler durch den Deutschlandfunk.

Träger des ersten Preises stammt aus Bonn

Der Träger des ersten Preises hatte unter den Geehrten die wohl kürzeste Anreise: er ging an den aus Bonn stammenden jungen Komponisten Andreas Johannes Theobald für seine Werk „Gloria“. Für seine Komposition „Kyrie et Sanctus“ geht der zweite Preis an Dominik Puk aus Polen. Den dritten Preis erhiehlt Johannes X. Schachtner, ebenfalls aus Deutschland, für seine Komposition „Sequentia paschali“.

In der Kategorie A, in der eine Komposition für unbegleiteten gemischten Chor zu einem lateinischen christlichen Text eingesandt werden musste, gewann den ersten Preis für seine Komposition „O vos omnes“ Andreu Diport aus Spanien. Der zweite Preis ging an Paolo Orlandi aus Italien für sein Werk „In paradisum“. Michal Malek aus Polen erhielt den dritten Preis für „Rorate caeli“. Die Preisverleihung in dieser Kategorie findet zu einem späteren Zeitpunkt in Danzig statt.

Wettbewerb wird trotz Corona internationaler

Wie Erzdiözesankirchenmusikdirektor Professor Richard Mailänder berichtete, seien trotz Corona 55 Kompositionen aus 19 Ländern für den Wettbewerb eingesandt worden. So etwa auch aus Singapur, den USA und Weissrussland. Damit sei der Wettbewerb noch deutlicher internationaler geworden, erklärte Mailänder.

Der Samstagabend stand in der Abtei Brauweiler ebenfalls im Zeichen von „Musica sacra nova“: bei einem Nachholtermin des Preisträgerkonzerts aus dem vergangenen Jahr, das wegen der Pandemie verschoben werden musste, ehrte Generalvikar Dr. Markus Hofmann die Siegerinnen und Sieger des Wettbewerbs aus 2020. Ausgeführt wurde das Programm vom Kammerchor Ricercare aus Lissabon.