„Ein starkes Zeichen der europäischen Verbundenheit“

2. November 2022 Newsdesk/hms
Musica Sacra Nova 2022

Erz­bistum Köln. Wie viel­fältig geist­liche Chor­musik heu­tiger Tage sein kann, zeig­te am Samstag­abend das Preis­träger­konzert des Kom­positions­wett­bewerbs „Musica Sacra Nova“ in der Abtei­kirche St. Niko­laus in Brau­weiler. So er­klan­gen in den Sieger­werken etwa Ele­mente von Gre­gorianik, Jazz, Sprech­gesang und mehr­stimmiger Vokal­musik aus der Renaissance – aller­dings in zeit­genössischer Har­monik. Im Sinne einer Standort­bestimmung führ­ten sie ein­drucks­voll vor, dass jun­ge Kom­ponis­ten viele Ideen parat ha­ben, wie die geist­liche Chor­musik fort­geschrie­ben wer­den kann, ohne dass sie ihre Tra­dition ver­leug­net.

Musik als Zei­chen der Hoffnung und Ver­bunden­heit

Nach der Be­grüßung durch den frü­heren Minister­präsi­denten von Nord­rhein-West­falen, Pro­fessor Dr. Jürgen Rütt­gers, zu­gleich Vor­sitzen­der des Freun­des­kreises der Abtei Brau­weiler, und dem Vor­trag der prä­mierten Wer­ke wies Dom­kapitular Mon­signore Markus Bos­bach, stell­vertre­tender Ge­neral­vikar des Erz­bistums Köln, darauf hin, dass die neue Mu­sik ge­rade in die­sen Tagen ein „Zei­chen der Hoff­nung“ sei. Ihn freue es, dass sich am Kom­positions­wett­bewerb, den das Erz­bistum mit ver­schie­denen Part­nern aus Deutsch­land, Po­len und Ita­lien jähr­lich aus­lobt, immer wie­der auch jun­ge ost­euro­päische Kom­ponis­ten be­tei­ligen. Dies sei ein „star­kes Zei­chen der euro­päischen Ver­bunden­heit“ , sagte Bos­bach.

Preis­träger kommen aus Po­len und Litau­en

Sie­ger in der Kate­gorie A – ein A-cappella-Werk bis zu 16 Stimmen in latei­nischer Sprache – wurde Pawel Konkol aus Po­len mit seiner Kompo­sition „Dominus dixit ad me“. Zwei zweite Prei­se gin­gen an den Li­tauer Lukas Butkus für sein Werk „Eja mater“ und an Jakub Szafranski aus Po­len für „ In te Domine speravi“. In der Kate­gorie B – ein Werk mit litur­gischem Text für Chor und Orgel bis zu maxi­mal sechs Stimmen – wurde in die­sem Jahr kein Preis ver­geben, da es nur drei Ein­sendun­gen gab. Ins­gesamt wur­den für die 18. Auf­lage des Kom­positions­wett­bewerbs „Musica Sacra Nova“ 49 Wer­ke aus 21 Län­dern einge­sandt und von einer inter­natio­nal be­setz­ten Fach­jury bewer­tet. Das Ab­schluss­konzert ge­stalte­te der via-nova-chor aus Mün­chen. Das hoch­karä­tige En­semble hat sich be­son­ders der zeit­genössi­schen Chor­musik ver­schrieben.