16. Mai 2022 Newsdesk/mle

Mit einem Pontifikalamt im sonnendurch­fluteten Bonner Münster feierte Rainer Maria Kardinal Woelki am vergangenen Sonntag die Wieder­eröff­nung der Basilika im Herzen Bonns. Nach Jahren der General­sanierung ist der Innen­raum seit Oktober wieder nutzbar, voll­ständig abge­schlossen sollen die Arbeiten Ende des Jahres sein. Zum Dank für seine Unter­stützung bei der Sanierung der Kirche über­reichte der Bonner Stadt­dechant und Münster­pfarrer Dr. Wolfgang Picken dem Kölner Erzbischof einen Stein aus der Sanierung des Bonner Münsters. „Der bekommt bei mir zu Hause einen Ehren­platz“, freute sich Kardinal Woelki.

An der Messe im voll­besetzten Bonner Münster nahmen auch die Oberbürger­meisterin der Stadt Bonn, Katja Dörner, der Dekan der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Bonn, Prof. Jochen Sauter­meister, der Vorsitzende des Bonner Katholiken­rates, Dr. Rüdiger von Stengel, sowie – als Vertreter der Ökumene – der evan­gelische Pfarrer Uwe Grieser teil. Stadt­dechant Picken dankte ihnen für die Teilnahme, die die Bedeutung der Basilika hervorhebe.

Stein als Zeichen der "Ermutigung und Inspiration"

In seiner Ansprache an die Gemeine erläuterte Stadt­dechant Picken wie aufwendig die Restau­rierung war: „Jeder einzelne Stein unserer Basilika wurde entfugt, aus der Basilika entnommen, überprüft, ob man ihn retten kann. Konnte man ihn retten, wurde er verpresst und wieder eingefügt.“ Der Stein für Kardinal Woelki sei ein Zeichen der „Ermutigung und Inspiration“.

Im Anschluss an die Messe lud die Gemeinde zur Begegnung im Kreuzgang. Viele Gottesdienst­besucherinnen und -besucher nahmen die Gelegen­heit wahr, um mit Kardinal Woelki ins Gespräch zu kommen. Dieser freute sich sicht­lich über die vielen freund­lichen Gesichter und tauschte sich mit den Gläubigen aus. Darauf ange­sprochen, ob der geschenkte Stein ein Zeichen der Erneuerung sei, entgegnete der Erzbischof: „Wir sind jeden Tag dazu aufgerufen, die Kirche zu erneuern, uns selber zu erneuern und dazu beizu­tragen, dass die Kirche lebendig wird.“ Perspek­tivisch wolle er sehen, dass der Stein einer so wichtigen Kirche in das Historische Archiv des Erzbistums auf­genommen werde.