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„Auf Christus allein kommt es an“:Priesterweihe 2026 im Kölner Dom

v.l.: Marek Osiecki, Francesco Tabacco, Kardinal Woelki und Christian Gawenda
Datum:
15. Juni 2026
Von:
Newdesk/hms
Drei Diakone aus unterschiedlichen Heimatgemeinden – Köln, Toruń und Avezzano – wurden am Herz-Jesu-Fest für das Erzbistum Köln zu Priestern geweiht.

Köln. Am Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu haben Christian Gawenda, Marek Osiecki und Francesco Tabacco ein neues Kapitel auf ihrem persönlichen Berufungsweg aufgeschlagen: Am Freitag (12. Juni) wurden die drei Diakone durch Rainer Maria Kardinal Woelki im Kölner Dom zu Priestern geweiht. Die Liturgie stand ganz im Zeichen der Berufung und der Sendung zum priesterlichen Dienst. Zahlreiche Gläubige, Familienangehörige, Freunde sowie Geistliche und Seminaristen aus dem gesamten Erzbistum nahmen an dem Gottesdienst teil.

Berufen und ausgewählt von Gott

Zu Beginn erinnerte der Erzbischof an die Bedeutung des Herz-Jesu-Festes. Gott habe „wirklich ein Herz für uns“ und lasse die Menschen in ihrer Gebrochenheit nicht allein. Besonders durch den Dienst der Priester werde seine Nähe in den Sakramenten erfahrbar. In seiner Predigt stellte Woelki die Berufung der Weihekandidaten in den Mittelpunkt. Priester werde man nicht allein durch Studium und Ausbildung, sondern weil Gott selbst handle. Mit Blick auf das Evangelium betonte er: „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt.“

Der Kardinal erinnerte daran, dass Christus der eigentliche Priester der Kirche sei und die Geweihten nur an seinem Priestertum teilhätten. „Sie sind nur Werkzeug in seiner Hand“, erklärte er. Den Neupriestern empfahl er eine Haltung des Vertrauens und der Offenheit gegenüber Gott: „Öffnen Sie deshalb, liebe Mitbrüder, jetzt gleich Ihr Herz ganz weit für die Gnade der Weihe.“ Zugleich warnte Woelki vor einem eigennützigen Verständnis des Amtes. „Wir sind zu Priestern geweiht, nicht um uns selbst zu verwirklichen, sondern allein um Christus zur Herrschaft kommen zu lassen.“ Deshalb gelte: „Auf Christus allein kommt es an.“

Tiefe Verbundenheit

Am Ende des Gottesdienstes ermutigte der Erzbischof die Neupriester, eng mit Christus verbunden zu bleiben. Wie ein Fluss von seiner Quelle lebe, so müsse auch das priesterliche Leben aus der Nähe zu Christus gespeist werden. Zugleich dankte er allen, die die Kandidaten auf ihrem Weg begleitet und für sie gebetet haben, und rief dazu auf, weiterhin um Priesterberufungen zu beten.

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