Jahresbericht der Abteilung Weltkirche-Weltmission mit zahlreichen Beiträgen zu weltweiten Projekten jetzt verfügbar

9. Juni 2021 pek210609-bue

Köln. „Schöpfung bewahren – Nachhaltiges Handeln im Dienst der Weltkirche“ ist der Titel des Jahresberichtes 2020 der Diözesanstelle Weltkirche-Weltmission im Erzbistum Köln, der jetzt verfügbar ist. „Schöpfungsverantwortung muss ganzheitlich und weltkirchlich gedacht und gelebt werden. Nicht nur hier im Erzbistum selbst, sondern überall auf der Welt müssen wir – dort wo wir können – unserer Verantwortung für unsere Mitmenschen und unsere Mitschöpfung gerecht werden“, so Nadim Ammann, Leiter der Diözesanstelle und Herausgeber des Berichts. Wie sich das konkret äußert, wird in verschiedenen Beiträgen deutlich, in denen Nachhaltigkeits-Projekte auf der ganzen Welt vorgestellt werden, welche vom Erzbistum gefördert werden.

In Sambia wird beispielsweise ein Projekt gefördert, bei dem den Familien dort hocheffiziente Kocher zur Verfügung gestellt werden, die gleichzeitig eine enorme Erleichterung der Arbeitsbelastung und eine bemerkenswerte Reduzierung des benötigten Feuerholzes ermöglichen. Kleine Bio-Kraftwerke, die mit dem Dung aus der Landwirtschaft betrieben werden, elektrifizieren die Häuser der Katechistenfamilien in Burkina Faso vollständig ökologisch. Über 130 Projekte hat das Erzbistum Köln im vergangenen Jahr weltweit im Bereich Solarenergie gefördert. Der Jahresbericht beschreibt die zahlreichen Projekte und Kooperationen nicht einfach, sondern lässt die Projektpartner aus der ganzen Welt selbst zu Wort kommen.

3,9 Millionen Euro Unterstützung für Krisengebiete im Nahen und Mittleren Osten

„Eine rationale und ehrliche Planung, wie die natürlichen Ressourcen genutzt werden sollen, sollte als übergeordnetes Manifest des Respekts vor Gott und seiner Schöpfung erfolgen“, schreibt Erzbischof Martin Kivuva Musonde, der Vorsitzende der Bischofskonferenz Kenias im Leitartikel des Berichts. Mit 3,5 Prozent der für die Aufgabenerfüllung im Erzbistum Köln zur Verfügung stehenden Kirchensteuermittel fördert das Erzbistum Köln jährlich dieses Ziel und setzt sich für die Benachteiligten und von Katastrophen getroffenen Menschen ein. Für verschiedene Kleinprojekte, die sich um die Opfer der Corona-Pandemie gekümmert haben wurden im Jahr 2020 500.000 Euro bereitgestellt. 3,9 Millionen Euro flossen in die Krisengebiete des Nahen und Mittleren Ostens oder in andere von Katastrophen akut betroffenen Regionen. Insgesamt wurden 2.525 Projektanträge bearbeitet und 23,5 Millionen Euro für 791 Unterstützungsanfragen aus 92 Ländern zur Verfügung gestellt.

„Es ist mir ein Anliegen mit unserem Jahresbericht nicht nur unsere Arbeit vorzustellen, sondern vor allem auch unsere Partner auf der ganzen Welt zu Wort kommen zu lassen und damit die Weite der Kirche zu zeigen – nicht nur hinsichtlich der weltweiten Probleme, sondern auch der gemeinsamen Aufgaben und Chancen“, so Nadim Ammann. Der bebilderte Jahresbericht erscheint in diesem Jahr erstmals öffentlich und wird auch als Beilage zur Kirchenzeitung verschickt. Er kann online eingesehen werden, oder kostenlos als Printprodukt bestellt werden. 

Sie können den Jahresbericht hier downloaden: www.erzbistum-koeln.de/kirche_vor_ort/weltkirche/.  Ausgaben der gedruckten Version können unter weltkirche@erzbistum-koeln.de oder per Telefon über die 0221 1642 1581 kostenlos bestellt werden.