Aktion der Zeitschrift „SommerZeit“

6. August 2022 Newsdesk/nk, gad, lmi

Einfach mal wieder Kind sein: für eine Woche konnten acht ukrainische Waisenkinder rund um die Arche Noah in Marienheide in der Natur spielen, toben und neue Erlebnisse sammeln. Erlebnisse, die nicht in Verbindung mit dem traumatisierenden, in der Ukraine immer noch tobendem Krieg standen. Ermöglicht wurde die Ferienwoche für die 9- bis 14-jährigen Jungen und Mädchen durch Spenden von Leserinnen und Lesern der „SommerZeit“, dem Magazin des Erzbistums Köln.

Die Betreuerin und Dolmetscherin der Gruppe erzählt: „Die Kinder genießen ihre Zeit hier sehr. Sie stehen morgens sogar extra früher auf, um möglichst viel Zeit im Wald, im Streichelzoo und auf dem Naturspielplatz zu verbringen.“ Neben den Aktivitäten vor Ort stehen Ausflüge, zum Beispiel zum Kletten auf dem Baumwipfelpfad, auf dem Programm.

Bei seinem Besuch zeigte sich Kardinal Rainer Maria Woelki beeindruckt von der Lebensfreude, die die Kinder aller Widrigkeiten zum Trotz ausstrahlten. Er war dabei, als die Jungen und Mädchen mit „ Speedy“, einem 60 Jahre alten Traktor auf einer Wiese fahren durften – natürlich unter Aufsicht. Immer dabei: Timo, der kleine Esel des Hauses.

Sozialaktion ermöglicht mehr als 5000 Übernachtungen

Die Ferienwoche für die ukrainischen Kinder ist Teil der spendenbasierten Sozialaktion der „ SommerZeit“ und der „AdventsZeit“. Diese schenkt seit vielen Jahren Familien, die sich ansonsten finanziell keinen Urlaub leisten könnten, Zeit zum Ruhe finden im Westerwald. „Ich bin den Zeitungsleserinnen und –lesern sehr dankbar, dass sie sich an dieser tollen Aktion beteiligen und damit zum Beispiel den ukrainischen Flüchtlingskindern eine Auszeit schenken“, betonte Kardinal Woelki. Der große Erfolg der Freizeiten sei nicht zuletzt Resultat des Engagements von Heimleiter Georg Rieth, der seit 30 Jahren die Arche Noah leitet und die Gäste mit großer Herzlichkeit willkommen heißt.

Seit dem Beginn der Sozialaktion im Jahr 2016 sind insgesamt rund 260 000 Euro an Spendengeldern gesammelt worden. Damit konnten insgesamt 5091 Übernachtungen für 313 Erwachsene und 438 Kinder finanziert werden.