Wirtschaftsplan für das Jahr 2023 veröffentlicht

25. Januar 2023 pek230125-apm
Geplanter Einsatz der Finanzmittel im Erzbistum Köln 2023

Köln. Das Erz­bistum Köln hat seine Planungen für Auf­wen­dungen und Erträge im Jahr 2023 veröffent­licht: Vor dem Hinter­grund der schwie­rigen konjunk­turellen Ent­wick­lung und der hohen Anzahl an Kirchen­aus­tritten werden die Er­träge für 2023 mit ins­gesamt rund 884 Millionen Euro ver­halten ein­ge­schätzt. Darin schlägt sich die Er­war­tung nieder, dass die Kirchen­steuer­erträge in 2023 unter dem Niveau von 2021 blei­ben werden. Den Er­trägen stehen ge­plante Auf­wen­dungen von 941,8 Millionen Euro ent­gegen. Hinzu kommt ein Finanz­er­geb­nis von 32 Millionen Euro, welches sich als Saldo aus Er­trägen aus Be­tei­ligun­gen und Wert­papieren gegenüber Zins­lasten ergibt.

Unter dem Strich ergibt sich ein Jahres­fehl­betrag von knapp 25 Millionen Euro, der aus der Aus­gleichs­rück­lage ent­nommen wird.

Kirchensteuer- und Wirt­schaft­srat als Beschluss­gremium

Beschlossen wird der Wirt­schafts­plan vom Kirche­nsteuer- und Wirt­schafts­rat. Dieser setzt sich über­wiegend aus gewählten Mit­gliedern zusammen, die nicht haupt­beruf­lich im Dienst der Kirche stehen dürfen. Es sind enga­gierte Christ­innen und Christen, die die Situa­tion der Kirche vor Ort kennen und Lebens­er­fahrung und beruf­liche Kompe­tenz aus unter­schied­lichen Bereichen mit­bringen. Dadurch wirken die Mit­glieder des Kirchen­steuer- und Wirt­schafts­rates mit, die finan­zielle Solidität des Erz­bistums zu wahren und Kirchen­steuer­einnahmen sach­gerecht zu ver­wenden.

Der für 2023 geplante Einsatz der verfügbaren Mittel sieht u. a. folgende Auf­wendungen vor: 248 Millionen Euro werden für regio­nale Seel­sorge ver­wen­det. Dies um­fasst im Wesent­lichen Personal- und Betriebs­kosten für die Pastoral in den Gemein­den nebst Er­halt der kirch­lichen Ge­bäude. Weitere 132 Millionen Euro werden für Bildung in den 33 bischöf­lichen Schulen und den 540 Kinder­tages­stätten einge­setzt. Weiter­hin fließen rund 95 Millionen Euro an Caritas, Mission und Ent­wicklungs­hilfe. Spezielle An­gebote an Jugendl­iche und Men­schen in beson­deren Lebens­situa­tionen (z. B. Notfall- und Telefon­seelsorge) werden mit über 73 Millionen Euro gefördert.

Investitions­schwer­punkte 2023: Wärme­wende und Ukraine­hilfe

Für das Projekt „Wärme­wende“ zur erforder­lichen Umstellung der Gebäude­beheizung auf er­neuer­bare Ener­gien werden 2023 16 Millionen Euro zur Ver­fügung ge­stellt. Die Flücht­lings­hilfe „Aktion Neue Nach­barn“ erhält 2023 knapp 6 Millionen Euro, wovon ein Sonder­etat von über einer Millionen Euro für die Ukraine­hilfe einge­setzt wird.

Wirtschaft­licher Rahmen als Steuerungs­instru­ment für eine ungewisse Zukunft

Zur lang­fristigen Sicherung der finan­ziellen Soli­dität hat das Erz­bistum bis zum Jahr 2030 einen Wirt­schaft­lichen Rahmen­plan erstellt. Er legt das Gesamt­budget für die kommenden Jahre fest und ver­teilt es auf die einzelnen Auf­gaben­bereiche. Gleich­zeitig zeigt er auf, in welchem Umfang alle Be­reiche An­passungs­leistungen er­bringen müssen, damit das Gesamt­budget nicht über­schritten wird. „ Ich bin über­zeugt, dass wir mit dem Wirt­schaft­lichen Rahmen­plan ange­messene Ant­worten auf die kommenden wirt­schaft­lichen Verän­derungen geben können“, ergänzt Sobbeck.

Die tat­säch­lichen Ein­künfte und Aus­gaben werden im Jahres­abschluss fest­gestellt und von unab­hängigen Wirt­schafts­prüfern testiert.

Weitere Informationen:

Der voll­ständige Wirt­schafts­plan für 2023 (162 Seiten) sowie eine Kurz­version als Flyer inkl. häufig gestell­ter Fragen und Antworten zu den Finanzen im Erz­bistum Köln sind abrufbar unter: www.erzbistum-koeln.de/wirtschaftsplan2023

Zum Steuerungs­instrument „Wirtschaft­lichen Rahmen­plan“ finden Sie unter www.erzbistum-koeln.de/rahmenplan eine Zusammen­stellung von Fragen und Ant­worten.