Unkompliziert mit dem Bus des Ferienwerks von Köln nach Taizé:Zum 41. Mal nach Taizé: Jugendliche Glauben und Gemeinschaft erleben lassen


Diese Woche leitet er zum 41. Mal eine Fahrt nach Taizé: Mit den Firmlingen der Pastoralen Einheit Alfter/Bornheim sowie mit weiteren Jugendlichen und Erwachsenen fährt er am Samstag nach Frankreich. Als großer Taizé-Fan ist Zielinski auch schon mit dem Zug und Bus über Freiburg nach Frankreich gereist. Zudem ist er auf dem Jakobsweg von Trier 800 Kilometer mit einer Jugendgruppe nach Taizé geradelt. Am bequemsten ist jedoch die Anreise mit dem Taizé-Bus des Ferienwerks, mit dem Zielinski diese Woche fahren wird. Jeden Samstag bringt der Bus die Gläubigen in zehn Stunden nach Taizé, eine Rückfahrt wird immer sonntags angeboten. „Da muss man sich um nichts kümmern. Der Bus kommt und eine Woche später fährt man zurück“, betont Zielinski.
Zwischen Gesang und Stille
Der Tagesablauf in Taizé ist an den eines Klosters angelehnt und die Jugendlichen werden nach ihrem Alter in Gruppen aufgeteilt. „Das Besondere an den Gebetszeiten in Taizé ist, dass in jeder Gebetszeit acht bis zehn Minuten Stille herrscht. Das ist absolut genial!“ schwärmt der 69-Jährige. „Zudem gibt es am Freitagabend ein Gebet am Kreuz, bei dem viele Jugendliche am Taizé-Kreuz beten und mit dem an das Leiden und Sterben Jesu (Karfreitag) erinnert wird. Am Samstagabend findet eine Lichterfeier als Auferstehungsfeier statt.“
Viele verbinden Taizé auch mit dem gemeinsamen Singen. „Diese Gottesdienste, die besonders durch Gesänge geprägt sind, stehen in ihrer Art im totalen Gegensatz zu den Hl. Messen. Der meditative Charakter der Gottesdienste in Taizé scheint die Jugendlichen besonders anzusprechen“, beschreibt Zielinski seine Beobachtung. Eines seiner Lieblingslieder ist „Aber du weißt den Weg für mich“, das auf einem Gebet von Dietrich Bonhoeffer basiert.

Glaube für Jugendliche erfahrbar machen
Die Gemeinde in Taizé wurde mitten im Zweiten Weltkrieg (1940) von Roger Schutz-Marsauche gegründet. Das Dorf Taizé lag damals direkt an der Demarkationslinie, weshalb er dort Geflüchtete aufnahm und schließlich die Communauté gründete. Das Angebot ist ökumenisch und richtet sich an junge Menschen unter 35 Jahren. Dazu kommen Erwachsene, die häufig als Betreuer oder aus eigenem Interesse mitfahren.
Vor Ort übernehmen alle in Arbeitsgruppen verschiedene Aufgaben, sei es das Reinigen der Duschen und WCs, die Zubereitung von Mahlzeiten oder die Vorbereitung des Gottesdienstes. Seiner Erfahrung nach wollen alle, die einmal in Taizé waren, wieder dorthin fahren. Besonders bei deutschen Jugendlichen ist Taizé sehr beliebt, was Zielinski als deutliches Zeichen sieht: „Das Interesse am Glauben scheint da zu sein. Da habe ich keinen Zweifel. Die Frage ist immer nur, wie vermittle ich den Jugendlichen den Glauben. Wie bringe ich das rüber, dass der Glaube absolut wichtig und gut ist – und dem Menschen guttut.“
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