Denn Unterricht ist nicht jeden Tag Schultüte und Pause. Ein Schultag bedeutet auch: Früh aufzustehen, Regeln einzuhalten, Eigenverantwortung zu übernehmen, Spielpartner zu finden und sich viele Namen zu merken.
"Die größten Herausforderungen sind, sich in Geduld zu üben, mindestens eine Viertelstunde am Stück konzentriert zu arbeiten, die eigenen Schulmaterialien zu überblicken und sich selbstständig zu organisieren", berichten beide Lehrerinnen.
Dabei können Eltern ihre Kinder gezielt unterstützen: Familien investieren viel Zeit in die Auswahl des richtigen Schulranzens oder der Schultüte. "Doch mindestens genauso wichtig ist es, das Kind mit dem Inhalt seiner Tasche vertraut zu machen", sagt Franziska Manka.
"Ich werde auch oft gefragt: Was muss mein Kind zur Einschulung schon können?", erzählt Verena Bremser. Ihre Antwort: "Die kleinen Dinge des Alltags: Den Ranzen packen, sich selbst ankleiden, sich nach dem Sportunterricht wieder umziehen oder die Schuhe binden." Fähigkeiten, die Kindern den Start sehr erleichtern.
Schulkind zu werden, ist ein großer Schritt für kleine Menschen, den Eltern einfühlsam begleiten können, indem sie ihnen im Alltag immer mehr zutrauen und bewusst Raum für Selbstständigkeit geben. So wachsen Mut, Zuversicht und Vorfreude auf alles, was kommt – mit der Gewissheit: Mama und Papa sind da, wenn sie gebraucht werden.