Ich habe immer schon an ein höheres beziehungsweise göttliches Wesen geglaubt. Durch den Philosophieunterricht auf dem Gymnasium und den Einfluss meiner besten Freundin, die auch sehr religiös ist, habe ich mich mit meiner Vergangenheit - ich war auf einer katholischen Grundschule, aber eher aufgrund der unmittelbaren Nähe - auseinandergesetzt. Da habe ich gemerkt, dass mein Glaube und meine Werte mit denen des Katholizismus übereinstimmen.
Mich taufen zu lassen, hat für mich bedeutet, dass ich mich frei entfalten konnte und nur nach mir beziehungsweise meinem Glauben gehandelt habe. Somit hat mir diese Entscheidung sehr viel Selbstbewusstsein und sentimentalen Wert gebracht. Sie hat sich zudem sehr positiv auf mein Leben ausgewirkt und mir Mut für spätere große Entscheidungen gegeben. Auch habe ich das Gefühl, dass Gott durch die Taufe jetzt noch mehr hinter mir steht und für mich da ist.
Die Vorbereitung auf die Taufe war neu und ungewohnt, aber sehr hilfreich. Hier konnte ich alle Fragen stellen, die zu Hause keiner beantworten konnte. Die Taufe in St. Michael war dann sehr aufregend, aber trotzdem ein schönes Erlebnis. Ich war froh, dass ich nicht allein getauft worden bin, weil ich nicht gerne im Rampenlicht stehe. Ich gehe immer noch häufig zur Messe, lese die Bibel und versuche, mich an ihre Werte zu halten.
Darüber hinaus versuche ich, Gott auch in schweren Zeiten oder Situationen aufzusuchen und meine Sorgen mit ihm zu bereden. Ich finde, dass man die Gesellschaft generell wieder mehr zu Christus führen sollte, weil man den Menschen so wieder Hoffnung und Liebe schenkt. Gerade in der Zeit, in der Krieg, Ausbeutung und Unrecht "selbstverständlich" sind, sollten christliche Werte wieder mehr praktiziert und verbreitet werden.
Anna Sophie Becker, 18, Wuppertal





