Dass der Umzug in eine Senioreneinrichtung kein leichter Schritt ist, verschweigt auch Kirsten Marek nicht. Sie hat mehr als vier Jahrzehnte Erfahrung in der Altenpflege und leitet das Kardinal-Frings-Haus. Sie weiß, dass sich Angehörige häufig mit der Pflege zu Hause überfordern und ein Umzug des Pflegebedürftigen eine sehr große Entlastung für die Betroffenen und die Beziehung zueinander sein kann.
Für die Planung sollten die Angehörigen und Freunde von Anfang an einbezogen werden. Spezielle Dienstleistungen und erfahrene Umzugsunternehmen können Seniorenumzüge mit gezielter Unterstützung erleichtern. Bei Fragen zu diesem Thema, besonders zum Umzug ins Pflegeheim, helfen zudem spezielle Beratungsstellen.
Persönliche Gegenstände mitnehmen und das Zimmer gestalten
"Bewohnerinnen und Bewohner fühlen sich eher zu Hause, wenn sie Liebgewonnenes dabeihaben", sagt Kirsten Marek.
Gerade weil es oft keine freie Zimmerwahl gibt, sind eigene Entscheidung hinsichtlich des zukünftigen Wohnraums besonders wichtig. Die neue Wohnumgebung sollte vorab genau geplant und möglichst ausgemessen werden. Außerdem sollten Möbel und persönliche Gegenstände bewusst ausgewählt werden, damit das Zimmer funktional ist und vertraut wirkt.
Den Einzug möglichst selbst entscheiden
Je früher und je offener in einer Familie gesprochen, geplant und entschieden wird, desto besser. Optimal ist es, wenn sich Senioren aktiv entscheiden.
Immer mal wieder stellt Kirsten Marek fest, dass Angehörige aus Angst vor einem Konflikt den Umzug in ein Heim beschönigen. "Sie sprechen von einer Kur oder einem vorrübergehenden Aufenthalt. Das macht es der Bewohnerin oder dem Bewohner unmöglich, sich auf die neue Umgebung einzulassen", sagt die Heimleiterin.
Formalitäten
Offene Kommunikation heißt auch, wichtige Dokumente und Unterlagen rechtzeitig zusammenzustellen und am Umzugstag griffbereit zu halten. Für den Einzug ins Pflegeheim sollten medizinische Dokumente, persönliche Papiere für die neue Adresse und Versicherungsunterlagen der betroffenen Person bereitliegen. Kopien dieser Dokumente können bei der Heimverwaltung hinterlegt werden, während die Originale sicher aufbewahrt werden sollten.
Pflegestützpunkte und andere Beratungsstellen helfen bei Formalitäten, klären finanzielle Aspekte rund um den Umzug ins Pflegeheim und unterstützen dabei, wichtige Dokumente und andere Unterlagen rechtzeitig zusammenzustellen. Bei Pflegebedürftigkeit sollte der Antrag auf vollstationäre Pflege rechtzeitig gestellt werden.