An der Kinderkirche schätzen sie und ihr Mann die entspannte Atmosphäre und die Gemeinschaft mit anderen Eltern. "Wir freuen uns auch über die Möglichkeit, dass die Kinder so die Kirche kennenlernen und wir unsere Jungs an sie heranführen können", sagt Jan Nagenborg. "Man lernt nichts kennen, das einem nicht nahegebracht wird. Was die Jungs selbst mal daraus machen, ist ihre Sache."
Nach der Erfahrung von Jennifer Ayin ist dies für viele Eltern ein wichtiger Grund, den Kleinkind-Gottesdienst zu besuchen. "Ihnen ist es wichtig, ihren Kindern den christlichen Glauben mitzugeben, eine Art Grundstock zu legen. Familie ist immer auch ein Neuanfang", beobachtet Ayin. Dabei müsse die Vermittlung des Glaubens zur Lebenswirklichkeit mit Kleinkindern passen. Der lockere Rahmen und die Zeit um 10 Uhr am Sonntagvormittag haben sich als geeignet erwiesen.
"Eltern mit kleinen Kindern sind früh wach, da passt die Zeit super", bestätigt Carolin Nagenborg. Nach dem Gottesdienst hat sie Willem noch kurz auf der Altarempore gestillt. Jetzt schläft er selig auf ihrem Schoß. Ihr Mann und der ältere Sohn sind schon runter zu Kaffee und Keks. Dafür hat Willems Bruder Kasper gesorgt. "Momentan ist Kasper ganz heiß auf die Kekse, die es nach der Kinderkirche gibt", lacht Jan Nagenborg.