Auch Kinder erleben immer wieder kleine und große Abschiede: Der Hamster liegt tot im Käfig, die Eltern trennen sich, der große Bruder geht zum Studium ins Ausland, ein Umzug führt zum Verlust der besten Freundin oder die geliebte Oma stirbt. Es gehört zu den natürlichen Reflexen von Eltern, dass sie ihr Kind vor Schmerz, Begegnung mit dem Tod und Trauer schützen möchten. Aber Kinder können und sollten auch trauern, sagen Experten, dabei allerdings liebevoll begleitet und unterstützt werden. Wie das gelingen kann, zeigte der diesjährige Studientag Trauerpastoral in Siegburg, der sich der Trauer in der Familie widmete und dabei besonders die junge Generation im Blick hatte.
Verluste gehören zum Leben, auch zum Leben von Kindern. Und je nach Altersstufe und Entwicklungsphase haben sie bei der Verarbeitung von Leidvollem, wie dem Tod eines Elternteils, eines Geschwisterkindes, der Großeltern oder auch eines Freundes oder Mitschülers, ganz individuelle Bedürfnisse. Denn mit einem solchen tiefgreifenden Erlebnis werden sie in ihrer Sicherheit und Stabilität erschüttert. Die vertraute Ordnung ihres Lebens wird mit einem Mal auf den Kopf gestellt, was nach Antworten und Reaktionen aus dem unmittelbaren sozialen Umfeld verlangt: der Familie, der Schule, dem Bekanntenkreis. Allerdings können auch diese Menschen – je nach Nähe zum Verstorbenen und Tragik der Situation – überfordert sein und womöglich selbst Hilfe benötigen.























