Wir möchten Jesus sehen ...

„Wir möchten Jesus sehen…“

„Wir möchten Jesus sehen…“

Alle sind in Bewegung. Griechen, Ungläubige, die in Jerusalem auf der Suche nach einer neuen Form der Gottesverehrung sind.
Offenbar haben sie von Jesus gehört, der in neuer, ungewohnter Weise von Gott spricht.  Der damit die Menschen anspricht.
Sie treten an Philippus heran, der aus Galiläa stammt, der Heimat Jesu.
Damals schon galt, was heute als kölscher Klüngel verschrien ist: man kennt jemanden, der jemand kennt usw… Philippus kennt Andreas, beide gehen gemeinsam zu Jesus. Sie machen sich zum Fürsprecher für die Ausländer.

Und wie so oft ist die Antwort Jesu recht geheimnisvoll. Sie läuft auf die Aussage hinaus: „Wenn ich erhöht bin, werde ich alle zu mir ziehen“.
Dann gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Juden und Griechen, Freien und Sklaven, Männern und Frauen. Alle können Jesus sehen, in Beziehung treten mit ihm – und untereinander.

Kölner Männer machen seit genau 90 Jahren auf ihre Weise Jesus sichtbar durch den Schweigegang nach Kalk und zum Kölner Dom. Nur dieses Jahr wieder nicht, wegen der Corona- Pandemie.

Wir können uns aber die Zeit nehmen, schweigend, hinhörend auf die Botschaft der biblischen Lesungen, uns Jesus zu nähern.
Vielleicht mit einer persönlichen oder mit einer gemeinsamen Gebetszeit in Ihrer Pfarrkirche an diesem 20. März? Eine halbe Stunde Schweigen und Hören (vgl. Gotteslob 433,2).

In besonderer Verbindung mit Ihnen an diesem Samstagabend vor dem Passionssonntag grüßt sie
Ihr Bernd-Michael Fasel, Pfarrer, Stadtmännerseelsorger

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