(Rechts)populismus

Klare Position!

Weltbild und Argumentationsstrategien an der Grenze von Christentum und Rechtspopulismus

Als Kirche müssen wir eine klare christliche Antwort auf diese Situation geben und so verhindern, dass populistische und rechte Akteure unter dem Deckmantel christlicher Begriffe und Bilder neurechtes Gedankengut in der Gesellschaft salonfähig machen. Die Kirche muss sich aktiv in den gesellschaftlichen Diskurs einbringen, um die Deutungshoheit darüber zu behalten, welche Werte als „christlich“ bezeichnet werden können. Sie darf nicht jenen Gruppen überlassen werden, die sich zum Beispiel in der Flüchtlingspolitik offen gegen die Position der deutschen Bischöfe gestellt haben. Wir wollen die Getauften und Gefirmten bestärken, christliche Grundwerte wie soziale Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz in der Gesellschaft zu leben und so im Alltag ein Gegenbild zu rechtspopulistischen Positionen im christlichen Gewand darzustellen. Der christliche Glaube zeigt sich dabei als konkrete Handlungsform zugunsten des Nächsten, die nicht zum Ausschluss von Gruppen herangezogen werden kann.

"Das Christentum ist nicht nur ein frommer Glaube, es ist auch eine ganz konkrete Haltung gegenüber Mitmenschen."
Kardinal Woelki in seiner Weihnachtspredigt 2018

Unser Angebot

  • Informationen und Hilfestellung rund um das Thema
  • Konzepte für eine Multiplikatorenschulung für regionale Träger
  • Konzepte für eine Werkstatt für Akteure vor Ort in Gemeinden und Verbänden

Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!

Bevorstehende Veranstaltungen

Klare Position!

Weltbild und Argumentationsstrategien zwischen Christentum und Rechtspopulismus

„Uns fehlt der Zusammenhalt“ konstatieren einige und nehmen Anstoß am Erstarken rechter Positionen angesichts der Flüchtlings- und der Coronakrise. Krisen stellen für uns alle einen Verlust an Sicherheit dar. Dieses Sicherheitsbedürfnis führt zu weniger Raum für Freiheit, sodass das Konzept einer offenen und demokratischen Gesellschaft unter Druck gerät. Auch unter Christen sind (rechts-)populistische Töne keine Seltenheit mehr, viele sehen in Bischöfen, die sich z.B. für die Aufnahme von Geflüchteten aussprechen, Vertreter des „Systems“. Als Kirche müssen wir eine klare christliche Antwort auf diese Situation geben und so verhindern, dass populistische und rechte Akteure unter dem Deckmantel christlicher Begriffe und Bilder neurechtes Gedankengut in der Gesellschaft salonfähig machen. Denn der christliche Glaube ist eine konkrete Handlungsform zugunsten des Nächsten, die nicht zum Ausschluss von Gruppen herangezogen werden kann.

Diese Tagungsreihe möchte über das Phänomen des Rechtspopulismus – insbesondere in der Kirche und christlichen Gruppen – informieren, Mechanismen populistischer Argumentation verständlich machen und Hinweise zum praktischen Handeln für eine offene und plurale Gesellschaft geben.

 

  • Freitag, 11. September 2020

Rettet das Christliche Abendland! Rechtspopulistisches Interesse am „Christlichen“ durchschauen

PD Dr. Sonja Angelika Strube

10:00 – 12:30 Rechte Christ/innen und rechtes Interesse an Christ/innen.
Vortrag und Diskussion

14:00 – 16:30 Rechtes Engagement für Lebensschutz? Anti-Gender-Aktivismus als neurechte politische Strategie.
Kleingruppen, Diskussion und Fazit

> Link zur Anmeldung

 

  • Dienstag, 17. November 2020

Umgang mit dem Rechtspopulismus

Prof. Dr. Walter Ötsch

10:00 – 12:30 Gesellschaftsbild, Sprache und Taktiken der Rechtpopulisten unter die Lupe genommen

14:00 – 16:30 Umgang mit Rechtspopulismus im Alltag, bei Konfrontationen und im Hinblick auf die Politik?
Kleingruppen, Diskussion und Fazit

> Link zur Anmeldung

 

Veranstaltungsort:
Katholisch-Soziales Institut der Erzdiözese Köln
Bergstr. 26
53721 Siegburg

 

Veranstaltungsleitung:
André Schröder
Thomas Frings

 

 

 

Arbeitshilfe der Deutschen Bischofskonferenz

„Dem Populismus widerstehen“

Unter dem Titel Dem Populismus widerstehen hat die Deutsche Bischofskonferenz am 25. Juni 2019 in Berlin eine Arbeitshilfe zum kirchlichen Umgang mit rechtspopulistischen Tendenzen veröffentlicht. Das Dokument, das im Zusammenwirken der Migrationskommission und der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz sowie der Deutschen Kommission Justitia et Pax als Expertentext entstanden ist, wurde von den drei zuständigen Kommissionsvorsitzenden, Erzbischof Dr. Stefan Heße, Bischof Dr. Franz-Josef Bode und Bischof Dr. Stephan Ackermann vorgestellt.

> Link zur Pressemeldung

> Link zur Arbeitshilfe (PDF)