Zum Inhalt springen

Menschenwürdig sterben? Übertherapie am Lebensende

Datum:
30. Sept. 2026 9:30 - 17:00
Von:
Leitung: Regina Bannert, Lisa Schüttler, Michael Begerow-Fischer
Ort:

Cellitinnen-Krankenhaus St. Vinzenz, Köln-Nippes, Mariensaal

Wenn ältere Menschen darüber sprechen, wie sie gerne sterben möchten, drücken sie vor allem den Wunsch aus, nicht auf einer Intensivstation zu sterben. Eine von Prof. Dr. Christian Karagiannidis (et.al.) 2024 veröffentlichte Studie mit über 1 Mio. beatmeten Patienten zeigt, dass in Deutschland allerdings im Vergleich zu ähnlich entwickelten Ländern überdurchschnittlich viele Patienten künstlich beatmet werden.  Ein hoher Anteil der über 80jährigen Patienten überlebt die Beatmungstherapie nicht oder häufig schwer pflegebedürftig. Es scheint eine Eigendynamik zu geben, die ein Mehr an Therapie begünstigt. An diesem Tag sollen die ethischen Fragen diskutiert werden, die durch diesen Gegensatz aufgeworfen werden.

Übertherapie am Lebensende – Die Situation der Intensivtherapie in Deutschland
Prof. Dr. Christian Karagiannidis, Internist, Pneumologe und Intensivmediziner, Kliniken der Stadt Köln, Klinikum Merheim

Strategien und Tools zur Vermeidung von Übertherapie
Dr. Stefan Meier, operative Intensivstation der Universitätsklinik Düsseldorf, Koodinator für Ethikberatung AEM

Hilft ACP? Zur Wirksamkeit von ACP-Verfügungen im klinischen Kontext
Dr. Kornelia Götze, Fachärztin für Allgemeinmedizin und Palliativmedizin, Universität Düsseldorf

Sterben zulassen – Allow Natural Death als ethische Haltung und Sprache am Lebensende 
Lisa Schüttler, Stabsstelle für Ethik, Hospitalvereinigung der Cellitinnen

 

Anmeldung: bis 14.08.2026 beim Fachbereich Seelsorge im Sozial- & Gesundheitswesen bei ethik@erzbistum-koeln.de

TN-Beitrag: 200,00 EUR inkl. Seminarunterlagen und Getränken, (Mittagessen in der Kantine des St. Vinzenz-Krankenhauses möglich)