Diözesanforum Altenheimseelsorge

Diözesanforum Altenheimseelsorge im Maternushaus

„Seelsorge – ja bitte!"

Am 8. März fand das Diözesanforum für Altenheimseelsorge der Abteilung Seelsorge im Sozial- und Gesundheitswesen in Zusammenarbeit mit dem Diözesan-Caritasverband Köln statt. Eingeladen waren Mitarbeitende aller Professionen, Begleitende, Leitungskräfte und Ehrenamtliche in der Seelsorge sowie pastorale Dienste.

Sind Seelsorgeangebote eines Krisenunternehmens noch möglich?

Den Eröffnungsvortag vor gut 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern hielt Dr. Hanno Heil, Lehrbeauftragter für Pastoraltheologie und Diakonische Theologie an der Vinzenz-Palotti-University Vallendar zum Titel des Diözesanforums „Seelsorge - ja bitte!". Darin ging er unter anderem der Frage nach, wie adäquate Begleitung von Menschen zukünftig noch möglich sein könne – trotz der vielen negativen Schlagzeilen zu Kirche: „Wie können wir als Vertreter dieser lnstitution vor Menschen treten und ihnen ein Seelsorgeangebot machen?", fragte Heil. Möglichkeiten sehe er im Abbau von Hierarchien, konsequenter Hinwendung zum Menschen, pflegerischer und seelsorgerischer Professionalisierung sowie einer deutlichen Profilierung für das Wohl der Menschen. 

Seelsorge unterscheidet von anderen Pflegeeinrichtungen

Medizinischer Fortschritt, höhere Pflegequalität und verbesserte soziale Begleitung sind von entscheidender Bedeutung in der Altenpflege. Wer Senioren jedoch im christlichen Sinne begleitet, der nimmt die physischen, sozialen, psychischen und spirituellen Bedürfnisse alter Menschen wahr.

„Die Seelsorge gehört für caritative Anbieter im Sozial- und Gesundheitswesen zum ureigenen christlichen Selbstverständnis und ist von hoher Bedeutung. Ihr gebührt eine Qualifizierung", so Elmar Trapp vom Referat Seelsorge im Gesundheitswesen. Aber diese Seelsorge als Wesens- und Qualitätsmerkmal befinde sich auch im ständigen Wandel. 

Fach-Workshops

Um mit diesem Veränderungsprozess mithalten zu können, wurden den Teilnehmenden auf dem Diözesanforum Altenheimseelsorge eine Vielzahl von Fach-Workshops angeboten. Das breite Themenspektrum reichte von der Kommunikation in der Seelsorge mittels kurzer Gespräche oder sogar „Sprach-los" über den Umgang mit der geäußerten Bitte um Assistenz beim Suizid, die Verwendung von Digitalisierung und virtuellen Realitäten in der Altenseelsorge bis hin zur Förderung der Lebensqualität durch bestmöglichen Erhalt der Selbständigkeit und Unabhängigkeit von Senioren.

Fast wie früher: Treffen in Präsenz

Bei den Teilnehmenden des Fachtages war die Freude über neue Informationen und Anregungen spürbar – und auch das Gefühl der Wohltat, sich nach langer Zeit endlich einmal wieder persönlich untereinander austauschen zu können. 

Ramona Schukraft in ihrer Rolle als Sybille Bullatschek

Unterhaltsamer Höhepunkt des Tages war der Auftritt von Comedienne Ramona Schukraft in ihrer Rolle als Sybille Bullatschek, der schwäbischen „Pflägefachkraft aus Pfleidelsheim". Sie berichtete wertschätzend über Amüsantes und Kurioses aus ihrem Alltag mit den Senioren im „Haus Sonnenuntergang" und traf damit den Nerv der Anwesenden. Ihr Motto: „Jede Oma und jeder Opa zählt – desch is totaal wichtig!"

Bisher haben folgende Diözesanforen stattgefunden