Ergebnisrechnung | Finanzbericht 2018

Ergebnisrechnung 2018

2018

2017

TEUR

TEUR

Erträge

Erträge aus Kirchensteuern

670.447,4

655.502,9

Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen

127.010,9

122.326,5

Sonstige Umsatzerlöse

47.374,7

41.908,2

Sonstige Erträge

34.616,4

40.723,1

879.449,4

860.460,8

Aufwendungen

Aufwendungen aus Zuweisungen und Zuschüssen

358.291,9

369.460,3

Personalaufwand

370.522,8

331.435,7

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

29.344,5

28.184,5

Sonstige Aufwendungen

119.921,1

124.257,3

878.080,2

853.337,8

Zwischenergebnis

1.369,2

7.122,9

 

Finanzergebnis

Erträge aus Beteiligungen

3.309,4

2.942,8

Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

40.783,4

42.886,9

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

424,4

20,8

Abschreibungen auf Finanzanlagen

0,0

0,0

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

23.105,8

23.694,3

21.411,2

22.156,1

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

22.780,5

29.279,1

Sonstige Steuern

187,5

178,1

Jahresüberschuss

22.592,9

29.101,0

 

Ergebnisverwendung

Gewinnvortrag

0,0

0,0

Entnahme aus Rücklagen

a) Entnahme aus der Rücklage für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

0,0

0,0

b) Entnahme aus der Bauerhaltungsrücklage

126,2

785,9

c) Entnahme aus der Ergebnisrücklage

0,0

0,0

Einstellung in Rücklagen

a) Einstellung in die Ausgleichsrücklage

0,0

0,0

b) Einstellung in die Bauerhaltungs- und Sonderrücklage

16.700,0

19.885,9

c) Einstellung in die Rücklage für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

2.770,2

6.788,8

d) Einstellung in die Ergebnisrücklage

3.249,0

3.212,1

Bilanzgewinn

0,0

0,0

Die Ergebnisrechnung (Gewinn-und-Verlust-Rechnung) des Erzbistums Köln führt die Erträge und Aufwendungen des gesamten Wirtschaftsjahres auf. Aus der Differenz zwischen den Erträgen und den Aufwendungen ergibt sich das Jahresergebnis.

Kirchensteuer

Die größte Ertragsposition bleibt wie in den vergangenen Jahren die Kirchensteuer aus den in Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz gelegenen Regionen des Erzbistums. Von diesen Einnahmen sind die Erhebungskosten sowie die nach dem sogenannten Clearingverfahren durchgeführte Weiterverrechnung von Kirchensteuererträgen an andere Bistümer abzuziehen. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Erträge aus Kirchensteuern um 2,3 Prozent auf 670,4 Mio. Euro (Vorjahr: 655,5 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung der Erhebungskosten der Finanzämter und von Erlassen verbleiben 638,9 Mio. Euro, die für die Aufgaben des Erzbistums verfügbar sind.

Zuweisungen und Zuschüsse

Der zweitgrößte Ertragsposten sind die Zuweisungen und Zuschüsse. Sie resultieren überwiegend aus Zuschüssen des Landes Nordrhein-Westfalen und umfassten im Berichtsjahr 127 Mio. Euro (Vorjahr: 122,3 Mio. Euro). Davon entfallen fast 98 Prozent auf Zuschüsse zu den Personal- und Sachkosten der vom Erzbistum getragenen staatlich genehmigten Ersatzschulen. In den Zuweisungen und Zuschüssen sind auch Staatsdotationen in Höhe von 3,1 Mio. Euro enthalten, unter anderem für die Besoldung von kirchlichen Bediensteten.

Sonstige Erträge

Seit dem Berichtsjahr 2016 wird die Position „Sonstige Umsatzerlöse” aufgrund gesetzlicher Vorgaben des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) in die Ergebnisrechnung aufgenommen. Die hier ausgewiesenen Erträge wurden bis einschließlich 2015 unter den „Sonstigen Erträgen” erfasst.

Im Berichtsjahr nahmen die sonstigen Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um rund 13 Prozent zu. Dies geht im Wesentlichen auf gestiegene Mieterträge in Höhe von rund 17 Mio. Euro (Vorjahr: 15,5 Mio. Euro), höhere Erstattungen von Personalkosten über 11,5 Mio. Euro (Vorjahr: 9,3 Mio. Euro) sowie auf Beherbergungserträge der Tagungshäuser in Höhe von 10,3 Mio. Euro (Vorjahr: 9,2 Mio. Euro) zurück.

Die sonstigen Erträge verringerten sich gegenüber dem Vorjahr von 40,7 Mio. Euro auf 34,6 Mio. Euro. Sie beinhalten zu rund 53 Prozent Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 18,2 Mio. Euro (Vorjahr: 22,5 Mio. Euro). Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen von 12,3 Mio. Euro (Vorjahr: 14,1 Mio. Euro), Beihilferückstellungen in Höhe von 3,5 Mio. Euro (Vorjahr: 3,2 Mio. Euro) sowie der Auflösung der Rückstellung für das KZVK-Sanierungsgeld Kindertagesstätten in Höhe von 0,9 Mio. Euro. Gleichzeitig umfassen die sonstigen Erträge vor allem Rückforderungen von Zuwendungen und Zuschüssen in Höhe von 9,2 Mio. Euro (Vorjahr: 9,5 Mio. Euro), Erträge aus sonstigen Erstattungen über 2,3 Mio. Euro, Erträge aus hinfälligen Bewilligungen mit 1,3 Mio. Euro, Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens von 1,1 Mio. Euro sowie aus Spenden und Kollekten in Höhe von 0,9 Mio. Euro.

Personal

Die größte Position bei den Aufwendungen sind im Jahr 2018 die Personalaufwendungen. Sie umfassen Löhne und Gehälter sowie soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung.

Der Personalaufwand verzeichnet gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 39 Mio. Euro auf 370,5 Mio. Euro. Bei den in der Übersicht aufgeführten Priesterzahlen sind – anders als in den Vorjahren – auch Ordenspriester, die im Erzbistum tätig sind, berücksichtigt. Der Anstieg der Mitarbeiterzahl beim sonstigen Personal ist insbesondere auf den Einsatz von hauptamtlichen Verwaltungsleitungen in den Seelsorgebereichen zurückzuführen, die beim Erzbistum angestellt sind. Die Steigerung des Personalaufwands um 11,8 Prozent geht einerseits auf um 9,5 Mio. Euro gestiegene Löhne und Gehälter zurück, wobei die Erhöhungen alle Besoldungs- und Vergütungsgruppen betrafen.

Außerdem stieg der Aufwand für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützung gegenüber dem Vorjahr um insgesamt rund 29,6 Mio. Euro auf 137 Mio. Euro. Grund dafür sind zum einen höhere Sozialabgaben und gestiegene Beiträge für die KZVK. Gleichzeitig trugen vor allem Aufwendungen aufgrund von Beihilfeverpflichtungen zu einer Erhöhung dieser Aufwandsposition bei. Aus der jährlich durch einen Aktuar zu erstellenden Kalkulation ergaben sich höhere Zuführungen zu den Beihilferückstellungen durch gestiegene Schadenbelastungen, aufgrund von aktualisierten Kopfschadenstatistiken und Sterbetafeln sowie durch das weitere Absinken der Diskontierungszinssätze. Allein die Aufwendungen für die Altersvorsorge inklusive der Beihilfeverpflichtungen stiegen dabei gegenüber dem Vorjahr um 28,4 Mio. Euro auf 109,4 Mio. Euro.

Zuweisungen und Zuschüsse

Die zweitgrößte Aufwandsposition bilden im Berichtsjahr die Zuweisungen und Zuschüsse, die das Erzbistum an Kirchengemeinden, Kindertagesstätten, die Caritas, Mission und Entwicklungshilfe sowie andere Hilfs- und Seelsorgeeinrichtungen gibt.

Sie umfassen im Berichtsjahr 358,3 Mio. Euro und liegen damit 3 Prozent unter dem Vorjahreswert von 369,5 Mio. Euro. Der Rückgang in Höhe von 11,2 Mio. Euro resultiert im Wesentlichen aus geringeren Zuweisungen und Zuschüssen an die Kindertagesstätten. Zum einen gingen hier die Bedarfszuweisungen auf 34,1 Mio. Euro (Vorjahr: 38,8 Mio. Euro) sowie die Zuweisungen für Bauerhaltungs- und Neubaumaßnahmen auf 7,2 Mio. Euro (Vorjahr: 15,2 Mio. Euro) zurück. Demgegenüber stiegen die Zuweisungen für Bauerhaltungs- und Baumaßnahmen an die Kirchengemeinden und Gemeindeverbände im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 3,3 Mio. Euro auf 40,8 Mio. Euro.

Zuschüsse

Mit Zuschüssen in Höhe von 56,8 Mio. Euro (2017: 56,3 Mio. Euro) bleibt die Caritas mit ihren diversen Beratungs-, Unterstützungs- und Hilfsangeboten nach der regionalen Seelsorge der größte Empfänger von Zuschüssen.

Mission und Entwicklungshilfe

Die Aufwendungen für Mission und Entwicklungshilfe beliefen sich auf rund 25,5 Mio. Euro (Vorjahr: 24,4 Mio. Euro). Darin enthalten waren rund 2 Mio. Euro Zuschüsse an die Weltkirche für Maßnahmen zur Flüchtlingshilfe. Darüber hinaus wurden 4,9 Mio. Euro für verschiedene Projekte zur Flüchtlingshilfe und Integration im Erzbistum Köln eingesetzt. Insgesamt beliefen sich die Aufwendungen für die Flüchtlingshilfe im Berichtsjahr auf 6,9 Mio. Euro.

Kirchliche Zusatzversorgungskasse (KZVK)

Analog zum Vorjahr hat die Kirchliche Zusatzversorgungskasse (KZVK) einen Finanzierungsbeitrag zur Schließung einer Deckungslücke erhoben, wofür das Erzbistum 4,4 Mio. Euro aufgewendet hat. Die sonstigen Aufwendungen entfallen unter anderem auf die Hebegebühren für den Einzug der Kirchensteuer durch die Finanzämter (28,1 Mio. Euro) sowie auf die Instandhaltung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens (12,3 Mio. Euro) und EDV-Leistungen (10,4 Mio. Euro). Weitere Aufwendungen betreffen Reinigung, Beschäftigung von Fremdpersonal, Mieten, Schülerbeförderung, Versicherungsbeiträge, Energiekosten, Wartungskosten, allgemeine Verwaltungsaufwendungen sowie Porto, Telefonkosten und anderes.

Sonstige Aufwendungen

Insgesamt gingen die sonstigen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr um rund 4,3 Mio. Euro zurück. Dies resultiert vor allem aus einem Rückgang der Aufwendungen für die Instandhaltung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 3,7 Mio. Euro und einem geringeren Erlass von Kirchensteuern über rund 2,3 Mio. Euro. Gleichzeitig erhöhten sich die Hebegebühren der Finanzverwaltung um rund 0,8 Mio. Euro sowie die Aufwendungen für Beratung um rund 1,2 Mio. Euro.

In das Finanzergebnis fließen auch die Ergebnisabführungen der Beteiligungen ein. Ertragsrelevant sind dabei lediglich die beiden Wohnungsbaugesellschaften Rheinwohnungsbau GmbH und Aachener Siedlungsund Wohnungsgesellschaft mbH, die im Jahr 2018 zusammen 3,3 Mio. Euro (Vorjahr: rund 3 Mio. Euro) an das Erzbistum abführten.

Aus den Wertpapieren des Anlagevermögens einschließlich der Investmentfonds wurde eine Gesamtverzinsung von 3,2 Prozent auf das angelegte Vermögen erzielt. Davon wurde ein Teilbetrag in Höhe von 40,8 Mio. Euro als Ertrag vereinnahmt. Das entspricht einer Ausschüttungsrendite von 1,4 Prozent. Die verbleibenden Ertragsanteile wurden thesauriert, um die Risikotragfähigkeit zu stärken.

Im Jahr 2018 wurden keine Abschreibungen auf Finanzanlagen vorgenommen.

Geschmälert wird das Finanzergebnis durch den Aufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen und Darlehen, die sich im Jahr 2018 auf 23 Mio. Euro (Vorjahr: 23,6 Mio. Euro) belief. Insgesamt ergibt sich ein Finanzergebnis von 21,4 Mio. Euro (Vorjahr: 22,2 Mio. Euro).

Aus dem operativen Ergebnis und dem Finanzergebnis ergibt sich nach Steuern ein Jahresüberschuss von 22,6 Mio. Euro (Vorjahr: 29,1 Mio. Euro).

In die Bauerhaltungsrücklage wurden nach einer Entnahme von 0,1 Mio. Euro unter Berücksichtigung der Entwicklung des Baupreisindexes rund 16,7 Mio. Euro eingestellt (Vorjahr: 19,9 Mio. Euro). Des Weiteren wurden aus dem Jahresüberschuss 2,8 Mio. Euro in die Pensionsrücklage eingestellt (Vorjahr: 6,8 Mio. Euro).

Die verbleibenden 3,2 Mio. Euro wurden der Ergebnisrücklage zugeführt.