Geplante Einnahmen im Wirtschaftsplan 2021

Geplante Einnahmen des Erzbistums Köln 2021

Corona-Pandemie mindert Erträge


Die Kirchensteuer ist an die Lohn- und Einkommensteuer gekoppelt. In den vergangenen Jahren verzeichnete das Erzbistum Köln aufgrund des hohen Beschäftigungsgrads und der guten gesamtwirtschaftlichen Konjunkturlage deshalb eine stabile positive Entwicklung der Kirchensteuerbeiträge. Es war aber absehbar, dass das erreichte Niveau nicht langfristig Bestand hat. Die demografische Entwicklung und die wachsende Zahl von Menschen, die aus der Kirche austreten, werden die Einnahmen aus der Kirchensteuer künftig erheblich mindern.

Die Corona-Pandemie und die zu ihrer Eindämmung getroffenen Schutzmaßnahmen haben die Wirtschaft empfindlich getroffen. Das bekommt auch die Kirche zu spüren. Die Erträge aus der Kirchensteuer werden deutlich sinken. Das Erzbistum Köln wird zumindest in den Jahren 2020 und 2021 einen Rückgang der verfügbaren Finanzmittel um mehr als drei Prozent hinnehmen müssen. Damit tritt bereits jetzt eine Situation ein, die erst in einigen Jahren erwartet worden war.

Da die Finanzplanung die langfristige Entwicklung im Blick hatte, trifft die aktuelle Situation das Erzbistum Köln nicht gänzlich unvorbereitet. Die zu erwartenden Defizite der Jahre 2020 und 2021 können durch Rücklagen ausgeglichen werden, die das Erzbistum in den vergangenen Jahren gebildet hatte. Die Verpflichtungen werden erfüllt, und die kirchlichen Angebote in Seelsorge, Bildung und Caritas können unvermindert aufrechterhalten werden.

Erträge 2021

TEUR

Kirchensteuer

654.004,5

Zuschüsse

137.455,3

Finanzergebnis

42.723,0

Sonstige Erträge

66.739,0

Summe

900.921,8

 

Ergebnisplanung 2020

Jeder Euro für Seelsorge, Bildung, Caritas


Der Wirtschaftsplan 2021 des Erzbistums Köln sieht Aufwendungen in Höhe von insgesamt 937 Millionen Euro vor. Mehr als die Hälfte des Budgets wird für die Seelsorge und für caritative Aufgaben verwendet. Neben den laufenden Aufgaben in diesen und anderen Handlungsfeldern sind Investitionen in Höhe von rund 23 Millionen Euro vorgesehen, davon allein 19 Millionen Euro für Baumaßnahmen von Schulen.

Mehr als zwei Drittel dieser Ausgaben werden durch die Kirchensteuer finanziert. Das Erzbistum rechnet mit Kirchensteuererträgen in Höhe von 654 Millionen Euro, von denen jeder Euro in die kirchliche Arbeit fließt. Die Beiträge aus der Kirchensteuer sind die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle, um kirchliche Angebote zu unterstützen oder überhaupt erst möglich zu machen. Weitere Ertragsquellen sind die Zuschüsse des Landes Nordrhein-Westfalen für den Betrieb der erzbischöflichen Schulen sowie Erträge, die das Erzbistum aus seinem Finanzvermögen und sonstigen Aktivitäten erzielt. So kommen Erträge von insgesamt rund 901 Millionen Euro zusammen, die allerdings den Bedarf der Aufwendungen nicht decken.

Für das Jahr 2021 rechnet das Erzbistum Köln mit einem Jahresfehlbetrag von fast 37 Millionen Euro. Aufgrund einer umsichtigen Finanzplanung in den vergangenen Jahren verfügt das Erzbistum über ausreichende Rücklagen, um die bestehende Lücke füllen zu können. Damit bleibt die Kirche handlungsfähig und kann auch künftig ihren Aufgaben nachkommen.

Ergebnisplanung 2021

TEUR

Erträge

858.198,8

Aufwendungen

-937.425,3

Finanzergebnis

42.723,0

Steuern

-261,1

Jahresüberschuss

-36.764,6