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Abschied und Neubeginn in Altenberg:Amtsübergabe beim Diözesanjugendseelsorger

Datum:
7. Sept. 2026
Von:
Newsdesk/hms
Mit einem Gottesdienst im vollbesetzten Altenberger Dom hat das Erzbistum Köln am Sonntag seinen bisherigen Diözesanjugendseelsorger Dr. Tobias Schwaderlapp verabschiedet. Bei der Feier wurde auch Thomas Backsmann als sein Nachfolger in das Amt eingeführt.

Rainer Maria Kardinal Woelki würdigte Schwaderlapps Einsatz für junge Menschen und stellte zugleich den neuen Jugendseelsorger unter den Segen Gottes. Altenberg sei seit mehr als 100 Jahren das geistliche Zentrum der Jugend im Erzbistum Köln, erinnerte Woelki. Hier gehe es darum, dass junge Menschen nach dem Sinn ihres Lebens fragen, Orientierung aus dem Evangelium finden und ihren Glauben in Gemeinschaft leben könnten. Jugendseelsorge sei deshalb mehr als die Organisation von Angeboten. Wo Seelsorger zuhörten, sich Zeit nähmen und junge Menschen in ihren Lebens- und Glaubensfragen begleiteten, werde daraus „ein Dienst am lebendigen Glauben“.

Applaus für den Vorgänger

Woelki dankte Schwaderlapp für dessen neuneinhalbjährigen Dienst. Auf Wallfahrten, Freizeiten und in vielen Gesprächen habe er junge Menschen begleitet und ihnen Wege zum Glauben eröffnet. „Und dafür, lieber Tobias, sagen wir dir alle heute Abend aus ganzem Herzen ein großes, großes Danke“, erklärte Woelki unter langanhaltendem Applaus. Schwaderlapps Dienst sei Ausdruck christlicher Liebe gewesen und habe entscheidend dazu beigetragen, dass junge Menschen Vertrauen fassen und sich Christus anvertrauen konnten.

Schwaderlapp selbst rang bei seinen Dankesworten sichtlich um Fassung. Beim Blick in den Dom sehe er „so viele Gesichter, mit denen ich Geschichten verbinde“, sagte er. Als Leitwort seiner Arbeit nannte er einen Satz von Papst Franziskus: „Was nicht umarmt wird, kann auch nicht gerettet werden.“ Daraus leitete er einen eindringlichen Appell ab, die „ein wenig ramponierte Kirche“ nicht aufzugeben: „Sie hat Christus anzubieten, den lebendigen Christus in ihrer Mitte.“ Zugleich bat er um Nachsicht und Verzeihung für die Momente, in denen er seinem eigenen Anspruch nicht gerecht geworden sei. Viele Freunde, Jugendliche, Mitarbeitende, Mitbrüder und Weggefährten – etwa vom „Altenberger Licht“ – waren zur Amtsübergabe gekommen, um Schwaderlapp zu verabschieden. Auch beim anschließenden Empfang im Haus Altenberg wurde deutlich, wie viele Beziehungen und Freundschaften in den vergangenen Jahren gewachsen sind.

Christus in der Mitte

Thomas Backsmann übernimmt als neuer Diözesanjugendseelsorger zugleich Verantwortung für die Jugend-, Schul- und Hochschulpastoral sowie als Rektor von Haus Altenberg. Woelki beschrieb seinen Auftrag als Dienst an einer Gemeinschaft, „in der Christus die Mitte ist“. Schwaderlapp wird zum 1. November leitender Pfarrer der Pfarrei St. Martin in Euskirchen.

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